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Vierter Jahrestag der Irakinvasion Irakkrieg belastet Bush und Blair

Zum vierten Jahrestag des Irakfeldzuges geraten die beiden „Feldherren“ in ihren Ländern immer heftiger unter Druck. Mit Demonstrationen in den USA und miserablen Umfrageergebnissen strafen die US-Amerikaner und die Briten ihre Regierungen ab.
Seit Tagen demonstrieren im den ganzen USA Menschen gegen den seit vier Jahren andauernden Irakkrieg. Foto: AP Quelle: ap

Seit Tagen demonstrieren im den ganzen USA Menschen gegen den seit vier Jahren andauernden Irakkrieg. Foto: AP

(Foto: ap)

HB NEW YORK / LONDON. Eine klare Mehrheit der Briten hält den Irak-Krieg inzwischen für einen Fehler. In einer am Dienstag veröffentlichten BBC-Umfrage erklärten 55 Prozent, die Invasion im Irak habe Großbritannien nicht sicherer gemacht. Nur fünf Prozent gaben an, sich nun sicherer zu fühlen. „Nach vier Jahren Krieg sind die meisten Menschen in diesem Land der Ansicht, dass die USA und Großbritannien falsch lagen, als sie 2003 militärisch gegen den Irak vorgingen“, sagte Nick Sparrow vom Umfrageinstitut ICM Research.

Mehr als die Hälfte der Befragten (51 Prozent) erklärten zudem, sie würden der britischen Regierung nicht glauben, wenn sie erkläre, dass eine Militäraktion gegen ein Land notwendig sei, weil es eine Bedrohung für die nationale Sicherheit darstelle. 32 Prozent glauben der Regierung weiter. 57 Prozent der Briten sind aber weiterhin dafür, Truppen ins Ausland zu entsenden, um bei Naturkatastrophen zu helfen oder einen Völkermord zu beenden.

Jüngsten Umfragen zufolge sind auch die meisten US-Bürger inzwischen gegen den Irak-Krieg. Tausende haben in den vergangenen Tagen im ganzen Land gegen die Invasion demonstriert. In den USA sind bei Protesten gegen die Irak-Politik von Präsident George W. Bush am Montag Dutzende Menschen festgenommen worden.

Am Vorabend des vierten Jahrestags des Einmarsches der US-Truppen in den Irak hatten sich weniger als 100 Demonstranten im Finanzviertel New Yorks versammelt. Vor einer Übermacht von Polizisten riefen sie am Montag: „Stoppt das Geld, stoppt den Krieg.“ Der Protest sei gegen in der Verteidigungsbranche wichtige Unternehmen wie Lockheed Martin, Boeing und Northrop Grumman gerichtet gewesen, sagten die Organisatoren. Die Polizei sprach von 44 Festnahmen.

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