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Virus-Ausbruch Ebola-Patienten nach Angriff im Kongo vermisst

Die Epidemie im Kongo hat bisher mindestens 488 Menschen das Leben gekostet. Nach Angriffen stellt Ärzte ohne Grenzen die Arbeit in den betroffenen Behandlungszentren ein.
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Das Land in der Mitte Afrikas macht zurzeit den zehnten Ebola-Ausbruch durch. Quelle: dpa
Ebola im Kongo

Das Land in der Mitte Afrikas macht zurzeit den zehnten Ebola-Ausbruch durch.

(Foto: dpa)

DakarEin Ebola-Behandlungszentrum ist im Osten Kongos binnen vier Tagen zwei Mal angegriffen worden; vier als hoch infektiös geltende Patienten werden seit Mittwoch vermisst. Das teilte das Gesundheitsministerium in Kinshasa am Donnerstag mit und korrigierte dabei Details zuvor gemachter Angaben.

Das Behandlungszentrum der internationalen Hilfsorganisation in Butembo sei am Wochenende und am Mittwoch angegriffen worden, über die Täter lägen keine Informationen vor. Am Sonntag sei zudem in Katwa rund zehn Kilometer von Butembo entfernt Feuer in einem Behandlungszentrum gelegt worden, teilten Ministerium und Ärzte ohne Grenzen mit. Dabei habe es einen Toten und einen Verletzten gegeben.

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen stellte ihre Arbeit in den angegriffenen Behandlungszentren ein. Das teilte der Notdienstmanager der Organisation, Hugues Robert, mit. „Für medizinische Helfer ist es sehr schmerzlich, Patienten, ihre Familien und andere Mitglieder der Gemeinschaft in einer solch kritischen Zeit der Reaktion auf Ebola zurückzulassen“, sagte er.

In Butembo seien Zelte und medizinisches Gerät niedergebrannt worden. Bei dem Angriff am Mittwoch seien 32 der 38 Patienten mit einer noch nicht bestätigten Ebola-Infektion geflohen. Von den zwölf bestätigten Ebola-Kranken seien acht in ihren Betten geblieben, vier würden vermisst. Nach ihnen werde gesucht.

Das Land in der Mitte Afrikas macht zurzeit den zehnten Ebola-Ausbruch durch. Mindestens 488 Menschen starben nach amtlichen Angaben an der Viruskrankheit. Sie wird von Mensch zu Mensch über Körperkontakt, Kontakt mit Blut und anderen Körperflüssigkeiten übertragen.

Medizinische Dienste haben es in dem instabilen und unsicheren Land schwer, das Vertrauen der örtlichen Bevölkerung zu gewinnen. Der Direktor der Hilfsorganisation Mercy Corps in Kongo, Jean-Philippe Marcoux, sagte, Angriffe auf Kliniken seien abscheulich, es sei aber auch versäumt worden, die Menschen zu überzeugen. Es sei „zu einfach, Unsicherheit und gewalttätige Gruppen“ dafür verantwortlich zu machen.

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