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Volksabstimmung Schweizer stimmen für besseren Schutz von Lesben und Schwulen

Mit der Entscheidung ist die sexuelle Orientierung nun explizit Teil eines Anti-Diskriminierungsgesetzes. Eine Initiative zu gefördertem Wohnraum ist dagegen gescheitert.
09.02.2020 - 14:22 Uhr Kommentieren
Laut einer Nachwahlerhebung stimmten 62 Prozent für den besonderen Schutz vor Diskriminierung aufgrund von sexueller Orientierung. Quelle: Reuters
Plakate in Genf

Laut einer Nachwahlerhebung stimmten 62 Prozent für den besonderen Schutz vor Diskriminierung aufgrund von sexueller Orientierung.

(Foto: Reuters)

Bern Die Bevölkerung in der Schweiz hat sich mit einem deutlichen Mehrheit dafür ausgesprochen, die Diskriminierung von Homo- und Bisexuellen künftig zu verbieten. Bei einer Volksabstimmung wurde eine Erweiterung der Anti-Rassismus-Strafnorm laut einer ersten Hochrechnung des Umfrageinstituts gfs.bern (Gesellschaft für Sozialforschung) mit 62 Prozent angenommen.

Bisher war über diese Strafnorm schon die Diskriminierung wegen der Rasse, der Religion oder der Ethnie verboten; nun kommt die sexuelle Orientierung hinzu. Angestoßen wurde die Volksabstimmung von den Gegnern dieser Erweiterung, die darin eine Einschränkung der Meinungsfreiheit sehen.

Eine Initiative zur stärkeren Förderung von bezahlbarem Wohnraum ist bei den Schweizer dagegen durchgefallen. Nur 42 Prozent stimmten laut der Hochrechnung dafür.

Die Initiatoren wollten erreichen, dass mindestens zehn Prozent der neu gebauten Wohnungen gemeinnützigen Bauträgern gehören sollen. Zudem forderten sie, dass Gemeinden ein Vorkaufsrecht beim Verkauf von Bauland erhalten und es keine massiven Mietsteigerungen mehr geben darf, wenn energetische Sanierungen mit Fördergeldern des Bundes umgesetzt wurden. Die Vorlage wurde vor allem in den ländlichen Regionen kritisch gesehen.

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    Mehr: Homosexualität ist in vielen Ländern ein Tabu. Wenn ein schwuler Manager dienstlich ins Ausland muss, kann es eine gefährliche Mission werden.

    • dpa
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