Volksgesundheit Türkei verbietet Werbung für Alkohol

Seit heute darf in der Türkei nicht mehr für Alkohol geworben werden. Restaurants, Kneipen oder Supermärkte müssen jegliche Werbung für Alkohol entfernen. Bei Verstößen drohen drastische Geldstrafen.
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In der Türkei tritt das Werbeverbot für Alkohol in Kraft. Quelle: Getty Images

In der Türkei tritt das Werbeverbot für Alkohol in Kraft.

(Foto: Getty Images)

IstanbulIn der Türkei darf nirgends mehr für Alkohol geworben werden. Am Mittwoch endete die Übergangsfrist für ein verschärftes Alkoholgesetz, das im vergangenen September in Kraft trat. Ladenbesitzer, Restaurants, Kneipen oder Supermärkte müssen jegliche Werbung für Alkohol entfernen.

Alkohol-Produzenten dürfen nicht mehr als Sponsoren werben, das Logo der Marken darf nicht zu sehen sein. Bei wiederholten Verstößen gegen das Verbot drohen bis zu einer halben Million Türkische Lira (umgerechnet knapp 175.000 Euro) Strafe.

Seit September 2013 gilt für Geschäfte die Regelung, dass sie zwischen zehn Uhr abends und sechs Uhr morgens keinen Alkohol verkaufen dürfen. In Restaurants, Kneipen und Bars kann allerdings weiterhin jeder trinken, wann und was er will. Die islamisch-konservative AKP-Regierung führte als Grund für das Gesetz die Volksgesundheit an.

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  • dpa
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6 Kommentare zu "Volksgesundheit: Türkei verbietet Werbung für Alkohol"

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  • Es ist immer wieder erstaunlich welche Reaktion im Leserkreis eine Nachricht was die Türkei betrifft bewirkt.

    Es wird gleich der mögliche EU Beitrit und die damit verbunden Werte in Frage gestellt.

    Wie wäre denn die Reaktion gewesen wenn z.B. die Überschrift wie folgt gewesen wäre „Türkei kopiert Gezeät zum Alkoholverkauf von Baden-Würtenberg“

    http://www9.landtag-bw.de/WP14/Drucksachen/4000/14_4850_D.PDF
    „W e s e n t l i c h e r I n h a l t
    Der Verkauf alkoholischer Getränke durch Verkaufsstellen im Sinne des Gesetzes
    über die Ladenöffnung in Baden-Württemberg wird in der Zeit zwischen 22 Uhr
    und 5 Uhr verboten.
    Das geltende Gaststättengesetz des Bundes wird in Landesrecht überführt und
    durch ein bußgeldbewehrtes Verbot den Alkoholmissbrauch fördernder Preisgestaltungen
    wie Flatrate-Partys ergänzt.“

    Denn immerhin gibt es diesbezüglich auch in teilen Deutschlands einschränkungen. Müssen wir jetzt etwa BW aus der EU ausschließen?

    Ferner wäre ein internationaler Benchmark auch interessant gewesen, Alkoholkverbote in den USA, UK und Theiland.

    In Summe ist eine Disskussion basiered auf Fakten sicherlicher sinnvoller als gleich die immer gleichen Plattitüden wie Gottesstaat usw. zu nennen,

  • Ich weiß gar nicht, wieso hier wieder stereotypische Aussagen,verwendet werden, um dieses Verbot zu kommentieren. Es geht weder um den Beitritt der Türkei in die EU, noch um islamische Doktrin, die unbedingt durchgesetzt werden sollen. Es geht um den starken, negativen Einfluss, den Alkohol auf eine Gesellschaft haben kann und um dem vorzubeugen, ist es doch am vernünftigsten, vor solch einer Droge, die in unserer Gesellschaft noch immer verharmlost wird, zu schützen.
    Wieso wird ein Unterschied zwischen Haschisch und Alkohol gemacht? Wobei wissenschaftliche Studien belegen, dass es mehrere tausende Todesfälle gibt, die auf Alkoholkonsum zurück zu führen sind.
    Droge ist Droge. Wer es nehmen will, der kann es gerne tun. Ich möchte aber nicht dazu regelrecht aufgerufen werden es zu tun, und das ist die Intention hinter einer Werbung. Also, dieses Werbeverbot ist ein guter Schritt, in die richtige Richtung. Unabhängig von wem und welcher Kultur oder Religion man angehötz.

  • nnm

  • Die Türkei ist wie von mir vorrausgesagt ,auf dem Weg zum Gottesstaat. Mal sehen wann die erste Ouotenfrau aus der Politik das Kopftuch für Erdogan überzieht bei einem Türkeibesuch. Wie die Außenbeauftragte Ashton die niemals die freie unabhängige Europäische Frau in Muslimischen Ländern präsentiert, sondern die Unterwürfige des Mannes.

  • Man muss schon reichlich ignorant sein um nicht zu sehen, dass damit das Ende der Fahnenstange in der Türkei unter Erdogan noch lange nicht erreicht ist...

    Wie sagte kürzlich der von mir äußerst geschätzte und kluge Hamed Abdel-Samad in einem Phoenix-Interview zum Totalitarismus des Islam und Gefahren für die westliche Welt:

    "Toleranz gegenüber Interoleranz ist Dummheit."

    Ich ergänze: Toleranz ggü Intoleranz ist meist auch pure Feigheit.

  • Dagegen ist nichts zu sagen
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    Es handelt sich um ein richtiges Verbot. Das gleiche sollte auch für Tabakwaren gelten. Dann würde es wirklich der Volksgesundheit dienen.

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