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Vor Abstimmung Sparpaket spaltet die griechische Regierung

Griechenland steht eine turbulente Woche bevor. Am Mittwoch wird das Parlament über das neueste Sparpaket abstimmen. Scheitern die Maßnahmen, steht die nächste Kredittranche der Geldgeber-Troika auf dem Spiel.
7 Kommentare
Das Parlamentsgebäude in Athen. Quelle: dapd

Das Parlamentsgebäude in Athen.

(Foto: dapd)

AthenGriechenland steht vor einer neuen Zerreißprobe: Während das Parlament in Athen über das neueste Sparpaket entscheidet, wollen Gegner des Sparkurses das Land mit Streiks lahmlegen. Vor der Parlamentsabstimmung versuchten Regierungschef Antonis Samaras und sein Finanzminister Ioannis Stournaras am Sonntag, die Koalitionsparteien auf Linie zu bringen. Oppositionsführer Alexis Tsipras von der Koalition der radikalen Linken (Syriza) forderte vor seiner Fraktion am Abend Neuwahlen.

Die Abstimmung über das Sparpaket ist für Mittwoch angesetzt. Die Zustimmung zu den Maßnahmen ist Voraussetzung dafür, dass Griechenland von der Geldgeber-Troika aus EU, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) weitere Finanzhilfen erhält.

Am Nachmittag lud Samaras die Chefs der Koalitionspartner, Evangelos Venizelos (Pasok) und Fotis Kouvelis (Demokratische Linke) zu getrennten Gesprächen. „Die Entscheidungen sind schwierig und der Preis (für die Partei) hoch. Aber wir spielen nicht mit dem Schicksal des Landes, wir verstecken uns nicht. Wir stellen uns der Verantwortung“, sagte der Pasok-Vorsitzende nach seinem Gespräch.

Er sprach sich für einen Verbleib der Demokratischen Linken in der Regierung aus. Später am Abend traf Samaras deren Parteichef Fotis Kouvelis, um den kleinen Koalitionspartner, der die geplante Arbeitsmarktreform nicht mittragen will, doch noch umzustimmen.

Bislang vergebens, denn Kouvelis verwies im Anschluss an das Treffen auf die Linie seiner Partei. Die Rechte der Arbeitnehmer hätten mit den Fiskalproblemen des Landes nichts zu tun und stünden für die Demokratische Linke nicht zur Debatte. Sie seien eine innere Angelegenheit Griechenlands, die in den Sparmaßnahmen nichts zu suchen habe. Er schloss zugleich einen Bruch der Koalition kategorisch aus. Es wird damit gerechnet, dass sich die Abgeordneten seiner Partei der Stimme enthalten.

Stournaras warnt vor Scheitern der Abstimmung
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7 Kommentare zu "Vor Abstimmung: Sparpaket spaltet die griechische Regierung"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Griechenland braucht nicht nur ein Sparpaket, sondern ein Einnahmenpaket.
    Wenn ich sehe, bei wem gespart wird (die kleinen Leute) und wer praktisch ungeschoren davonkommt (der Finanzadel) kommt die Wut hoch!
    Aber das ist ja angeblich eine innergriechische Angelegenheit....

  • DE hat wieder den gleichen Fehler gemacht wie bei der EURO-
    Einführung und GR wiedermal toleriert und für Hilfen gebürgt.
    Wiedermal Phrasen aber jetzt wird es ernst.
    Wo leben diese Politiker, GR ist verloren und war es schon immer, kommen Sie hierher und sehen SIE alle.

  • @Far
    Das Problem scheint zu sein, dass "WIR" uns nicht organisieren können. Normalerweise macht so etwas doch eine Partei, eine Gewerkschaft oder eine andere Initiative. Es gibt schon ab und zu mal Demos, aber offenbar alle nur im Raum Stuttgart. Das ist natürlich nicht genug.
    Der Bund der Steuerzahler ist auf unserer Seite und er ist glaubhaft und bürgerlich genug, um Aufmerksamkeit zu erregen. Vielleicht würden die eine bundesweite Demo organisieren und unterstützen.
    Setzen Sie sich doch mal mit denen in Verbindung. ICH würde es so machen - aber ich bin nicht in Deutschland, sondern in Griechenland.

  • Warum gehen WIR nicht mal auf die Straße !!!!

  • Wann geht Herr Schäüble in die Klinik und lässt sich seine Organe entnehmen. Bei der Transplationsregelung ist dies bei Hirntod möglich. Bei Herrn Schäuble deutet alles darauf hin !

  • Wenn die Griechen klug sind streiken sie nun für immer und gehen gar nicht mehr zur Arbeitsstelle. Die verblödeten Politiker der EU, allen voran unser deutscher Lügenbaron Münchhausen (Herr Schäuble), werden trotzdem die Griechen bis zum St. Nimmerleinstag durchfüttern.

    Aber das Problem sind nicht nur die Griechen allein. Alle Staaten, die im Euro sind, denken zuerst mal an sich selbst. Für die heißt Europa in erster Linie, dass man sich eigene Vorteile sichern muss und so viel Vergünstigungen und Gelder wie möglich erhält.

    Einzige Ausnahme sind unsere Vollpfosten in Berlin - CDU, SPD, FDP, Grüne -. Die machen Politik zu Gunsten aller anderen Länder, nur nicht für das eigene Land.
    Und sie plappern immer den selben Mist - siehe Herr Schäuble... Griechenland, aber auch Portugal und Spanien sind immer auf einem guten Weg. In Wahrheit werden deren Wirtschaftsdaten immer schlechter. Und Griechenland wird jeden Cent zurückzahlen, und das mit Zinsen etc.. Herr Münchhausen Schäuble. Setzen Sie sich auf ihre Kanonenkugel und lassen Sie sich in dem Weltraum schießen.
    Sie sind der Staatsfeind Nr. 1 in deutschalnd, weil Sie unsere mühsam erwirtschafteten Gelder für ein Projekt verprassen, das die Völker Europas spaltet. Einem ideologischen Wahn, der ihre Sinne benebelt. Für den Euro würden Sie doch jeden ans Messer liefern

  • "Scheitern die Maßnahmen, steht die nächste Kredittranche der Geldgeber-Troika auf dem Spiel"

    Blödsinn. Gar nichts steht auf dem Spiel. Selbst wenn die scheitern gibt es frisches Geld. Egal was passiert, es wird bezahlt. Das Projekt "Euro" wird durchgeboxt, um jeden Preis.

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