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Vor dem deutsch-spanischen Gipfel Zapatero: Deutschland muss Lokomotive in Europa werden

Nach Einschätzung des spanischen Ministerpräsidenten José Luis Rodríguez Zapatero muss die deutsche Wirtschaft wieder „die große Lokomotive in Europa“ werden.

HB HAMBURG. Dies sei nötig, damit die Europäische Union global die Führungsrolle „übernehmen“ könne, sagte Zapatero in einem Interview des Hamburger Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ vor den deutsch-spanischen Regierungskonsultationen an diesem Montag in Spanien.

Im Mittelpunkt des Treffens von Bundeskanzler Gerhard Schröder Zapatero stehen Europafragen wie Änderungen am Stabilitätspakts und die künftige EU-Finanzverteilung. Bei den Beratungen, an denen auf jeder Seite auch fünf Fachminister vertreten sind, geht es außerdem um die Beziehungen zu den USA nach der Präsidentenwahl.

„Europa muss daran glauben, dass es in 20 Jahren die bedeutendste Weltmacht sein kann, denn dazu hat es die meisten Chancen“, sagte Zapatero. Führend sein bedeute, „gleichzeitig Wachstum und sozialen Zusammenhalt aufrechtzuerhalten“.

Zapatero erwartet nach der Konfrontation zwischen Europaparlament und EU-Kommissionspräsident keine schwere Krise der Europäischen Union. Im Falle einer EU-Spaltung jedoch stünde sein Land einem Projekt Kerneuropa positiv gegenüber: „Ja, wir Spanier sind auf jeden Fall mit von der Partie. Wir wollen die europäische Zukunft an der Seite Frankreichs und Deutschlands gestalten.“ Mit beiden Ländern verstehe sich Spanien heute „so gut wie nie zuvor“.

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