Vor dem EU-Gipfel Barroso und Letta fordern Wachstumssignal

Der EU-Gipfel im Juni soll ein deutliches Zeichen gegen Jugendarbeitslosigkeit setzen. Das fordert Italiens neuer Premier und erhält vom EU-Kommissionspräsidenten Zustimmung. Sie setzen auf Wachstumsanreize.
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Italiens neuer Premier Letta mit EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso (rechts). Quelle: Reuters

Italiens neuer Premier Letta mit EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso (rechts).

(Foto: Reuters)

BrüsselEU-Kommissionschef José Manuel Barroso und Italiens Regierungschef Enrico Letta haben vom EU-Gipfel im Juni ein Signal für Wachstum und gegen Jugendarbeitslosigkeit gefordert. Die EU-Kommission untersuche derzeit, "was wir zusätzlich für das Wachstum in Europa machen können", sagte Barroso am Donnerstag in Brüssel. Die Umsetzung des bereits beschlossenen EU-Wachstumspakts bleibe hinter den Erwartungen zurück.

"Es wäre wirklich hervorragend, wenn wir - die europäischen Institutionen und die Regierungen - im Juni das Ausmaß stärken könnten, besonders mit einem ambitionierteren Plan für den Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit", sagte Barroso nach einem Treffen mit Letta. "Der Gipfel im Juni muss klare Botschaften geben im Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit", forderte auch dieser. "Das ist ein wahrer Albtraum für Italien und Europa", ergänzte Letta.

In der Europäischen Union sind knapp 5,7 Millionen der unter 25-Jährigen arbeitslos. In Griechenland haben fast 60 Prozent der unter 25-Jährigen keinen Job, in Spanien ist deutlich mehr als jeder Zweite betroffen, und in Portugal und Italien liegt die Quote bei mehr als 38 Prozent. Angesichts von Arbeitslosigkeit und anhaltender Wirtschaftskrise werden besonders im Süden Europas die Rufe nach einer Abkehr vom strikten Sparkurs und nach Maßnahmen zur Ankurbelung der Wirtschaft immer lauter. Auch Letta setzt sich dafür ein.

Arbeitslosenquote in der Euro-Zone

von Februar 2012 bis Februar 2013 (saisonbereinigt), in Prozent


"Ministerpräsident Letta und ich teilen die Ansicht, dass die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten dringend Maßnahmen zur Förderung von Wachstum und Arbeitsplätzen umsetzen müssen, die unverzichtbar sind", sagte Barroso. "Wir sind auch fest überzeugt, dass anhaltendes Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit nur auf der Basis von gesunden öffentlichen Finanzen geschaffen werden können. Jeder Euro, der für Schulden ausgegeben wird, ist ein Euro, der nicht in Jobs, die Jugend, Unternehmer oder Bildung und Forschung investiert wird."

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11 Kommentare zu "Vor dem EU-Gipfel: Barroso und Letta fordern Wachstumssignal"

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  • https://www.youtube.com/watch?v=i63Y5nVEz-c

  • @ Buerge-r


    Zitat : Wenn man Krieg und eine tolle neue technische Innovation ausschließt, kann Wachstum nur noch durch einen Wertewandel in Freiheit neue Potentiale erschließen (z.B. Energiewende). Das heisst, dass Dinge die uns jetzt zu teuer erscheinen, als eigentlich preiswert erkannt und unternommen werden.

    - Mit der Energiewende, durch die das Volk in die Armut geschickt wird, kann mit Sicherheit kein Wachstum erzeugt werden !
    Ansonsten ist der Ansatz mit Wertewandel richtig.

  • Bei allen neuen Hiobsbotschaften kann nur die AfD die letzte Rettung für die deutschen Bürger sein. Weg mit den Altparteien, weg mit dem Euro und weg mit den ungewählten Diktatoren in Brüssel. Die UdSSR und Jugoslawien haben doch gezeigt, wie ein erzwungenes System zerbricht. Warum lernen die Europäer nichts daraus? Die AfD muss den Spuk beenden. Auch die Verträge, die sowieso immer gebrochen werden, braucht Deutschland nicht einzuhalten!!! Hatten wir das nicht schon mal? Der Zwang der Bürger wird sich schwer rächen.

  • @Vicario

    "Welcher Investor investiert in LÄNDERN, in denen die LOHNKOSTEN zu hoch sind und die Kaufkraft nicht vorhanden ist ? "

    Da haben Sie schön Paradoxon und Deadlock des "Kapitalismus wie wir ihn kennen" herausgearbeitet. Einerseits schaffen sinkende Preise Anreiz zum Konsum und somit mittelbar auch Investition und klassischem quantitiven Wachstum, andererseits führt eine Abwärtspirale bei Normalverdiener-Löhnen zu Gunsten von oft konsumfernen Kapitaleinkommen zu weniger kaufkräftiger Nachfrage. Letztlich ist echtes organisches Wachstum ein Mysterium welches sich mechanischen Erklärungen (Nachfrage stärken, Kosten senken) entzieht. Ein anderer Ausdruck diese Paradoxons ist, dass der Rückzug auf "sein Eigentum" und das noch stärkere Festhalten adaran, die Schlinge immer fester zuzieht

    Dass wir hier gerade in der Klemme sitzen, ist für mich ein Zeichen, dass die menschliche Evolution an einem Punkt angekommen ist, an dem alte Antworten und Konzepte (wuie z.B. "Eigentum") nicht weiterhelfen. Wenn man Krieg und eine tolle neue technische Innovation ausschließt, kann Wachstum nur noch durch einen Wertewandel in Freiheit neue Potentiale erschließen (z.B. Energiewende). Das heisst, dass Dinge die uns jetzt zu teuer erscheinen, als eigentlich preiswert erkannt und unternommen werden. Ein weiterer Punkt, den man sich anschauen muss, ist der, inwieweit Wachstum nicht ein Wahn geworden ist und welche veralteten Denkgewohnheiten und Konzepte im Wege stehen, wie freie Wirtschaften und ihre Unternehmungen ohne nicht-organischen Wachstumszwang funktionieren können (z.B Drogeriekette "dm").

  • Laut Maastrichter Vertrag wird die Haftung aller Mitgliedstaaten für Verbindlichkeiten anderer Mitgliedstaaten durch die Nichtbeistands-Klausel (No-Bailout-Klausel) ausgeschlossen. Die Alternative für Deutschland will die unsäglichen Rettungsschirme bzw. die ständigen Subventionierungen der Banken abschaffen.

    Mit den Bundestagsabgeordneten der AfD werden endlich die nötigen Debatten der Euro-Krise im Bundestag ausgefochten. So wie sich das gehört. Die Mitglieder der Altparteien werden zum Umdenken bewegt. Viele Politiker haben eine „Rotlichtbestrahlung“ im Hirn, die ein anderes Nachdenken unmöglicht macht. Ohne Einnahmen keine Ausgaben.

    Durch die Talfahrten der südländischen Wirtschaft werden immer weniger Gelder für Sozialleistungen vorhanden sein. Die Erholung der Wirtschaft wird aber nur durch die Entkopplung einer eigenen Währung und dem passenden Wechselkurs möglich sein. Mit der nationalen Währung wird sich die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig entwickeln können.

    Die Altparteien leiden eben unter der „Rotlichtbestrahlung“ und dem „Eurosyndrom“. Beides ist krankhaft. Darum müssen die Politiker der Altparteien abgewählt werden. Um die Interessen von Deutschland und die der deutschen Bevölkerung zu wahren, würde die Alternative für Deutschland für das nötige Wirtschaftswachstum auch in den Südländern sorgen. Nur ein starker Partner im Süden hilft Allen weiter.

  • Zitat : Barroso und Italiens Regierungschef Enrico Letta haben vom EU-Gipfel im Juni ein Signal für Wachstum und gegen Jugendarbeitslosigkeit gefordert.

    - Egal aus welchem Munde das Wort Wachstum kommt : aus dem verlogenen Munde unserer Zonenwachtel, oder aus dem Munde des " Sparschweinchens im Wägelchen ", oder aus dem Munde der EU-Schmarotzer a la Barroso, oder sonstiger Politiker.....

    DIESE LEUTE vergessen immer vorsätzlich zu erwähnen, dass es

    WACHSTUM nur DURCH INVESTITIONEN gibt !

    Und Investitionen werden von INVESTOREN getätigt !

    Und die Investoren prüfen vor der INVESTITIONEN die RENTABILITÄT,
    bzw. die Wettbewerbsfähigkeit der Märkte, in denen man investiert !

    Welcher Investor investiert in LÄNDERN, in denen die LOHNKOSTEN zu hoch sind und die Kaufkraft nicht vorhanden ist ?

    K E I N E R !!!!!

    Es wird in den SÜDLÄNDERN keine INVESTITIONEN und somit auch KEIN WACHSTUM geben !

    Die Zeit der MÄRCHENSTUNDEN ist längst abgelaufen !

    Wir sollen uns so langsam GEDANKEN um unsere ERSPARNISSE machen......nur das hat die Korrupte Brüsseler Politmafia als INVESTITIONEN im Sinn ! Natürlich wird das VERDECKT und VERSCHLEIERT laufen......ohne das der Steuerzahler das merkt.

    VERDECKTE INFLATION ( Lügen des Eurostat und Statistikämter der Länder ) und somit die schleichende ENTEIGNUNG ist bereits im vollen GANGE !

  • Wo wollen sie denn das Geld hernehmen? Wenn sie selbst etwas haben, können sie ja wachsen. Der Euro-Irrsinn muss beendet werden, darum AfD! Die letzte Chance für Deutschland. Die versagenden Altparteien will keiner mehr. Wir brauchen einen Neuanfang.

  • Barroso sagt:
    „Jeder Euro, der für Schulden ausgegeben wird, ist ein Euro, der nicht in Jobs, die Jugend, Unternehmer oder Bildung und Forschung investiert wird."
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    Dies ist eine sehr gute Erkenntnis Herr Barroso!

    Die Zinslast für die hohen Staatsschulden in den Euroländern schmälert das Budget für wachstumsfördernde Investitionen und Sozialleistungen. Durch die Aufnahme von noch mehr Schulden wird die Zinslast für die Staatsschulden immer höher und deshalb ist dann noch weniger Geld für Investitionen und Sozialleistungen vorhanden.

    Durch eine Verringerung der Staatsschulden reduziert sich die Zinslast c.p. und mehr Geld für Investitionen und Sozialleistungen stehen zur Verfügung.

    Aus diesem Grund kann Europa nicht noch mehr Schulden aufnehmen, weil durch den Schuldendienst bzw die Schuldzinsen letztendlich kaum noch Geld für Investitionen etc zur Verfügung stehen.

    http://www.3sat.de/page/?source=/ard/buehler/168916/index.html

    Es müssen deshalb andere Wege gesucht werden, um das Wirtschaftswachstum zu stimmulieren und die Jugendarbeitslosigkeit abzubauen.

    Kreative Ideen sind gefragt. Professor Dr. Sinn und auch die AFD haben schon sehr gute Vorschläge gemacht. Leider wird darauf in der öffentlichen Diskussion kaum eingegangen.

  • Es ist immer so witzig: Wachstumssignale. Nur konkret werden sie nicht. Ausser dass sie dafür Geld wollen, möglichst viel Geld.

    Wie wäre es mal einen konkreten Plan über den sich nicht die Hälfte der Bevölkerung halbtot lacht, weil er doch nicht funktionieren wird? Und dann über die Finanzierung zu sprechen.

  • Barroso und Letta fordern Wachstumssignal
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    Wieso FORDERN die beiden "Wachstumssignale"? Zumindest Barroso hatte alle Zeit, Einfluss und Macht der Welt, schon längst für nachhaltiges Wachstum gesorgt zu haben! Was hat er denn in Brüssel als Kommissionspräsident in all den Jahren überhaupt geschafft? Da stellt sich dieser feiste Neo-Jakobiner dahin und FORDERT Wachstumssignale (wobei es mit SIGNALEN wohl kaum getan sein kann!)!

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