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Vor Kurden-Besuch Türkische Luftangriffe auf PKK-Rebellen

Kurdische Politiker wollen den inhaftierten Rebellenchef Abdullah Öcalan besuchen. Im Vorfeld haben acht türkische Kampfjets Stellungen der PKK-Rebellen angegriffen. Der Rebellenchef verhandelt mit dem Geheimdienst.
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Rebellenführer Abdullah Ocalan während seiner Verhaftung. Kurdische Politiker wollten ihn besuchen. Quelle: Reuters

Rebellenführer Abdullah Ocalan während seiner Verhaftung. Kurdische Politiker wollten ihn besuchen.

(Foto: Reuters)

IstanbulKurz vor einem mit Spannung erwarteten Besuch kurdischer Politiker bei dem inhaftierten Rebellenchef Abdullah Öcalan haben türkische Kampfflugzeuge einige Stellungen der PKK-Rebellen im Nordirak bombardiert. Die Angriffe von acht türkischen Kampfjets galten der Region um die Kandil-Berge, rund hundert Kilometer südlich der türkischen Grenze, wie der Nachrichtensender CNN-Türk am Donnerstag meldete. An diesem Samstag wollen führende kurdische Politiker mit PKK-Chef Öcalan über ein Ende des Kurdenkonflikts reden.

Die türkische Luftwaffe greift regelmäßig Ziele in den Kandil-Bergen an, wo die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) ihr Hauptquartier unterhält. Laut CNN-Türk hatte die türkische Armee anhand der Bilder von Aufklärungsdrohnen festgestellt, dass PKK-Einheiten in Gebiete zurückkehrten, aus denen sie durch frühere Luftangriffe vertrieben worden waren. Daraufhin seien die neuen Angriffe angeordnet worden.

Der seit 1999 inhaftierte Öcalan verhandelt auf der Gefängnisinsel Imrali bei Istanbul seit Dezember mit dem türkischen Geheimdienst über Wege zur Beendigung des seit fast 30 Jahren anhaltenden Kurdenkonflikts. Nach wochenlangem Streit hatten sich die legale Kurdenpartei BDP und die türkische Regierung am Mittwoch auf die Zusammensetzung einer BDP-Delegation geeinigt, die an diesem Samstag nach Imrali fahren soll. Bei dem Besuch der drei BDP-Parlamentsabgeordneten dürfte sich Öcalan zum ersten Mal über den Stand der Friedensgespräche äußern. Laut Presseberichten könnte Öcalan dabei eine PKK-Waffenruhe ausrufen.

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  • afp
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2 Kommentare zu "Vor Kurden-Besuch: Türkische Luftangriffe auf PKK-Rebellen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Ihre Argumentation folgt der Milchmädchenrechnung, dass die Feinde meines Feindes meine Freunde sein müssen. Der Realität hält diese Vereinfachung nur in seltenen Fällen stand. Im Versuch, Politiker zu diskreditieren, ist es ein verbreitetes, dadurch aber nicht weniger faires noch ernst zu nehmendes Vorgehen, auch dem Verständnis komplizierterer Sachverhalte nicht gerade förderlich, Politikern einerseits vorzuwerfen, dass sie zu unzulässigen Vereinfachungen neigen, andererseits aber, wenn sie gerade dies nicht tun, sie der Inkonsequenz zu bezichtigen.

    Abgesehen davon ist die Türkei nicht nur an der Küste, sondern auf im meeresfernen Osten ein wunderbares Land von herber Schönheit. Den Menschen dort wünsche ich sehr, dass endlich mal ein modus vivendi gefunden wird, dass sie in Frieden, Zufriedenheit und Sicherheit dort leben können. Das ist ein Versöhnungsprojekt, dass dem der deutsch-französischen Annäherung an Größe in nichts nachsteht und dessen erfolgreiche Bewältigung einen Friedensnobelpreis verdienen würde.

  • Aber hallo, liebe Türken, diese Terroristen sind doch die Freunde des Westens und Kämpfen auch in Syrien!

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