Vor Parlamentswahl in Frankreich Unterstützung für Macron wächst

Der französische Präsident Macron und seine Partei La Republique en Marche können gut drei Wochen vor der Parlamentswahl mit wachsender Unterstützung rechnen. Der Front National liegt deutlich hinter der Partei Macrons.
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Die Partei des neu gewählten französischen Präsidenten, La Republique en Marche, kommt in Umfragen, gemeinsam mit Verbündeten, auf 32 Prozent. Quelle: Reuters
Emmanuel Macron

Die Partei des neu gewählten französischen Präsidenten, La Republique en Marche, kommt in Umfragen, gemeinsam mit Verbündeten, auf 32 Prozent.

(Foto: Reuters)

ParisGut drei Wochen vor der ersten Runde der Parlamentswahl in Frankreich wächst einer Umfrage zufolge die Unterstützung für den neuen Präsidenten Emmanuel Macron. Seine noch junge Partei La Republique en Marche kommt nach einer am Donnerstag veröffentlichten Harris-Erhebung zusammen mit ihren Verbündeten auf 32 Prozent. Das ist ein Plus von drei Punkten gegenüber einer Umfrage vom 11. Mai. Im Vergleich zur Erhebung vom 7. Mai, als Macron die Präsidentenwahl gewann, legt sein Lager um sechs Punkte zu. Macron hofft auf ein starkes Mandat für seine Partei in der Nationalversammlung, um Reformen zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und zur Ankurbelung der Konjunktur durchsetzen zu können.

Die konservativen Republikaner kommen der Umfrage zufolge auf 19 Prozent, ebenso der rechtsextreme Front National von Marine Le Pen.

Das sind Macrons Minister
Emmanuel Macron
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Der neue französische Präsident Emmanuel Macron hat versprochen, in der Politik aufzuräumen. Seine Minister hat er für diesen Plan sorgfältig ausgewählt. So sorgfältig, dass sich deren Bekanntgabe sogar um einen Tag verzögerte, weil Macron noch die Steuerunterlagen und mögliche Interessenkonflikte prüfte. Jetzt sind die Namen endlich bekannt.

Édouard Philippe
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Édouard Philippe war der Name, den Macron bereits am Montag nannte. Der noch relativ unbekannte Abgeordnete ist nun der neue Premierminister Frankreichs. Er ist jung, engagiert und stammt aus dem Lager der konservativen Republikaner (LR). Damit wirkt er wie die Idealbesetzung für Macrons Strategie, eine Regierung in Form einer parteiübergreifenden Koalition von links und rechts aufzustellen.

Jean-Yves Le Drian
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Jean-Yves Le Drian war bisher Verteidigungsminister in Frankreich. Unter dem neuen Präsidenten Emmanuel Macron wird er nun Außenminister. Er gehört zur „Parti Socialiste“ (PS), die bereits die Staatspräsidenten François Mitterrand und François Hollande stellte.

Sylvie Goulard
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Zur neuen Verteidigungsministerin ernannte Macron Sylvie Goulard. Die liberale Europaabgeordnete hat gute Beziehungen zu Deutschland und spricht auch gut Deutsch. Bereits als Schülerin verbrachte sie einen Austausch hierzulande. Später war sie als Mitarbeiterin des französischen Außenministeriums an Gesprächen über die deutsche Wiedervereinigung beteiligt.

Bruno Le Maire
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Das Wirtschaftsressort übernimmt der Konservative Bruno Le Maire, wie der Generalsekretär des Élyséepalastes am Mittwoch bekanntgab. Wie Goulard hat Le Maire enge Beziehungen zu Deutschland. Im Jahr 2015 erhielt er das Bundesverdienstkreuz – für seinen Einsatz für die deutsch-französische Aussöhnung.

Gérard Collomb
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Das Innenministerium, das nach der Terrorserie der vergangenen Jahre großes Gewicht hat, übernimmt Gérard Collomb. Der Senator und Bürgermeister von Lyon ist einer von Macrons Unterstützern der ersten Stunde.

François Bayrou
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Der Zentrumspolitiker François Bayrou führt das Justizministerium. Schon während des Wahlkampfes unterstützte der 65-Jährige Emmanuel Macron und bot dem Nachwuchsstar eine Allianz an. Er genießt das Image eines ehrlichen Vordenkers.

Beide Parteien verloren je einen Punkt gegenüber der Erhebung vom 11. Mai. Die radikale Linke gewann einen Punkt auf 15 Prozent. Die Sozialisten des früheren Präsidenten Francois Hollande fielen einen Punkt auf sechs Prozent. Für die zweite Runde veröffentlichte Harris keine Vorhersage.

In Frankreich gilt das Mehrheitswahlrecht. In der ersten Runde am 11. Juni ist ein Abgeordneter gewählt, wenn er in seinem Wahlkreis mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen erreicht hat und mindestens 25 Prozent der Zahl der Wahlberechtigten. Im zweiten Wahlgang am 18. Juni genügt die relative Mehrheit. In diese Runde treten diejenigen an, die die Stimmen von mindestens 12,5 Prozent der Wahlberechtigten holen konnten.

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