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Vor Putins Wiederwahl in Russland Kreml kaschiert die Lage in Tschetschenien

Während Putin die Siegesfeier zur zweiten Amtszeit vorbereitet, haben die Menschen in Tschetschenien nicht zu klagen. Ihnen gehe es dank der russischen Rubel gut, wird bei Touren suggeriert, an denen Journalisten teilnehmen müssen, wenn sie das Gebiet bereisen wollen. Vom Kreml bezahlte Begleiter definieren dabei den Frieden neu.

HB GROSNY. In der festungsartigen Polizeikaserne im Norden Grosnys beginnt eine Besichtigungstour für Journalisten. Ausgewählte Straßenzüge werden in Begleitung von schwer bewaffneten Soldaten präsentiert. Die Aufmerksamkeit wird auf die Renovierung der Häuser gelenkt, dies sei nur durch die finanzielle Unterstützung des Kremls möglich gewesen.

Bei genauerer Betrachtung sind jedoch frische Einschusslöcher erkennbar. Die abends kreisenden Kampfhubschrauber sowie das Maschinengewehrfeuer seien jedoch keineswegs ein Hinweis auf Kriegsaktivitäten. Die Weltöffentlichkeit soll in dem Glauben gehalten werden, in Tschetschenien sei die Lage, dank Putin, unter Kontrolle.

Während in den Bergen noch heftige Kämpfe zwischen Moskaus Truppen und islamischen Seperatisten herrschen, beschäftigt man sich in der tschetschenischen Hauptstadt mit dem Wahlkampf. Im Hinblick auf die Entscheidung der Bevölkerung am 14. März sagt Tschetscheniens pro-russischer Präsident Achmat Kadyrow: „Ich denke, 100 Prozent der Menschen hier werden Putin unterstützen. Es gibt keine Alternative zu ihm“.

Kadyrow betont, dass seine Heimat Zeit zur Wiederherstellung benötige: „Was in elf Jahren zerstört wurde, können wir nicht in einem Jahr ersetzen“. Dass neben dem propagierten Wiederaufbau, der auf sich warten lässt, aber auch noch weiter zerstört wird, verschweigt der hinter Stacheldraht amtierende Präsident jedoch lieber.

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