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Vorbehalte wegen ihrer ausländischen Herkunft Sonia Gandhi wird nächste Ministerpräsidentin Indiens

Die gebürtige Italienierin Sonia Gandhi soll neue Ministerpäsidentin Indiens werden. Darauf einigte sich Gandhis bei der Parlamentswahl siegreiche Kongresspartei am Sonntagabend in Neu Delhi mit ihren Koalitionspartnern.

HB NEU DEHLI. Der Kongress-Spitzenpolitiker Manmohan Singh kündigte an, Gandhi werde „in ein bis zwei Tagen“ als Ministerpräsidentin vereidigt werden. Gegen Gandhi gab es vor der Wahl auch in Reihen ihrer neuen Bündnispartner wegen ihrer ausländischen Herkunft starke Vorbehalte.

Im Lager der abgewählten Hindu-Nationalisten formierte sich am Sonntag massiver Widerstand gegen die Regierungsübernahme. Der ehemalige Berater des scheidenden Ministerpräsidenten Atal Behari Vajpayee, Govindacharya, gründete eine „Bewegung für nationale Selbstachtung“.

Eine Spitzenpolitikern von Vajpayees hindu-nationalistischer Bharatiya Janata Party (BJP), Sushma Swaraj, kündigte wie ihr Ehemann Swaraj Kaushal an, ihr Mandat im Oberhaus niederzulegen, sollte Gandhi Regierungschefin werden. Die BJP-Ministerpräsidentin des zentralindischen Bundesstaates Madhya Pradesh, Uma Bharti, sagte, der Tag, an dem Gandhi vereidigt würde, wäre „der schwärzeste Tag in der Geschichte dieses Landes“.

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