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Vorerst kein Handelskrieg Kampf um Fischereirechte: Unklarheit über von Frankreich festgesetzten britischen Fischkutter

Nach der Eskalation des Fischereistreits zwischen London und Paris bahnte sich zunächst eine Entspannung an. Doch ausgeräumt sind die Konfliktpunkte noch lange nicht.
02.11.2021 Update: 02.11.2021 - 12:33 Uhr Kommentieren
Der Streit um Fischereirechte zwischen Frankreich und Großbritannien ist in der vergangenen Woche eskaliert. Quelle: Reuters
Britisches Fischerboot in Le Havre

Der Streit um Fischereirechte zwischen Frankreich und Großbritannien ist in der vergangenen Woche eskaliert.

(Foto: Reuters)

London Im Fischereistreit zwischen Großbritannien und Frankreich herrscht Unklarheit über das Schicksal des festgesetzten britischen Fischkutters. Der britische Umweltminister George Eustice erklärte am Dienstagmorgen gegenüber dem Sender Sky, Frankreich habe das Schiff seines Wissens nach freigegeben.

Dagegen sagte ein leitender Mitarbeiter der Eigentümerfirma Macduff Shellfish wenig später der Nachrichtenagentur Reuters, nach seinem Kenntnisstand werde der Kutter noch mindestens bis zu einer Anhörung am Mittwoch im Hafen des französischen Küstenorts Le Havre festgehalten.

Schiffsnavigationsdaten zeigten ebenfalls an, dass sich der Kutter „Cornelis Gert Jan“ weiterhin in Le Havre befand. Beim britischen Umweltministerium war zunächst niemand für eine Stellungnahme erreichbar.

Die Regierung in Paris hat damit gedroht, ab Dienstag gezielte Maßnahmen gegen britische Schiffe und Waren zu ergreifen und die Kontrollen zu verschärfen. Großbritannien seinerseits hat mit der Festsetzung französischer Fischerboote gedroht.

Die britische Regierung wollte Frankreich 48 Stunden Zeit zum Einlenken geben. Anderenfalls wollte London auf Basis des Brexit-Abkommens rechtliche Schritte einleiten, sagte Außenministerin Liz Truss. „Die Franzosen haben völlig unvernünftige Drohungen ausgesprochen, auch gegenüber den Kanalinseln und unserer Fischereiindustrie, und sie müssen diese Drohungen zurückziehen. Sonst werden wir die Mechanismen unseres Handelsabkommens mit der EU nutzen, um Maßnahmen zu ergreifen.“

Streit um Lizenzen

In dem Streit geht es um Fischereirechte nach dem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union. Frankreich wirft der Regierung in London vor, dass französische Fischer nicht die garantierten Lizenzen erhalten hätten, um in britischen Gewässern ihre Netze auswerfen zu können.

Vergangenen Mittwoch hatte Frankreich den britischen Kutter festgesetzt und ein zweites Boot verwarnt, weil beide Schiffe ohne Lizenz in französischen Gewässern unterwegs gewesen sein sollen. Nachdem es im Wochenende am Rande des G20-Gipfels in Rom noch keine Annäherung gegeben hatte, erklärte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Montagabend, sein Land werde angedrohte Handelssanktionen zunächst nicht umsetzen, um den Unterhändlern mehr Zeit für neue Lösungsvorschläge einzuräumen. Umweltminister Eustice sagte, die britische Regierung begrüße diesen Schritt.

Mehr: Frankreich vertagt im Fischereistreit Sanktionen gegen Großbritannien

  • rtr
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