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Vorsprung für Labour vorausgesagt Blair steht trotz Kritik vor Wiederwahl

Trotz der jüngsten Debatte über seine Glaubwürdigkeit und des erneuten Tods eines britischen Soldaten im Irak scheint die Wiederwahl des britischen Premierministers Tony Blair bei den Parlamentswahlen am Donnerstag gesichert.
Tony Blair. Foto: dpa.

Tony Blair. Foto: dpa.

HB LONDON. Die am Dienstag veröffentlichte jüngste Umfrage sagte für Blairs Labour-Partei einen Vorsprung von zehn Prozentpunkten vor den Konservativen um Herausforderer Michael Howard voraus. Ähnliche Ergebnisse hatten schon zahlreiche andere Umfragen der vergangenen Wochen ergeben, obwohl Blairs Popularität vor allem wegen dessen Unterstützung des Irakkriegs gesunken ist. Blair konnte aber auf seine erfolgreiche Wirtschaftspolitik verweisen und auch damit punkten, dass er seinen beliebten Finanzminister Gordon Brown eng in den Wahlkampf einband. Brown wird auch als Blairs Nachfolger gehandelt.

Offen ist, wie groß die Mehrheit sein wird, mit der Labour künftig regieren kann. Als gute arbeitsfähige Mehrheit werden 70 bis 80 Sitze angesehen. Eine kleine Mehrheit kann problematisch werden - schließlich hat im jetzigen Parlament ein harter Kern von 30 bis 40 Labour-Abgeordneten in wichtigen Fragen stets gegen die Regierung gestimmt, etwa in der Frage der Erhöhung der Studiengebühren der der Verschärfung der Anti-Terror-Gesetze. Die jüngste Umfrage sagte für Blair 146 Sitze Vorsprung voraus.

Oppositionsführer Howard bekräftigte am Dienstag im BBC Radio, Blair habe zum Irak-Krieg nicht die Wahrheit gesagt. Zuletzt war ein Bericht des obersten Rechtsberaters der Regierung veröffentlicht worden, in dem die Rechtmäßigkeit des Irakkriegs nicht eindeutig bejaht worden war. Blair hatte vor Kriegsbeginn erklärt, die Prüfung habe ergeben, ein Eintritt in den Krieg sei legal. Experten hatten aber gesagt, der Bericht werde nicht viel ändern, da die Wähler sich schon ihre Meinung gebildet hätten. „Sie glauben nicht, dass Blair die Wahrheit sagt, sie haben sich aber damit abgefunden“, hatte der Politikexperte Anthony King erklärt. Auch hätten die Wähler nicht mehr Vertrauen in die Konservativen, da auch diese den Irakkrieg unterstützt hätten.

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