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Vorwahl in Frankreich Sarkozy gibt sich geschlagen

Zum ersten Mal wird bei den französischen Konservativen nicht parteiintern entschieden, wer bei der Wahl antritt. Statt dessen haben die Wähler das Wort. Fillon konnte in der ersten Runde punkten, Sarkozy fiel durch.
20.11.2016 Update: 20.11.2016 - 22:46 Uhr Kommentieren

Fillon, Juppé oder Sarkozy: Wer geht 2017 ins Rennen?

Paris Frankreichs Ex-Staatschef Nicolas Sarkozy ist aus dem Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der französischen Konservativen ausgeschieden. Der 61-Jährige räumte seine Niederlage in der Vorwahl des bürgerlichen Lagers am Sonntagabend ein und kündigte seinen Rückzug aus der Politik an. Er selbst werde am kommenden Sonntag für Fillon stimmen, sagte Sarkozy.

Die beiden lagen nach Auszählung von mehr als 80 Prozent der Wahllokale deutlich in Führung. Fillon kam demnach auf 44 Prozent der Stimmen, Juppé auf 28,1 Prozent. Sarkozy lag sieben Prozentpunkte dahinter. Die vier weiteren Bewerber erzielten Ergebnisse im einstelligen Prozentbereich.

Frankreichs bürgerliche Rechte kürt ihren Kandidaten erstmals mit einer offenen Vorwahl, an der alle Anhänger teilnehmen können. Dem Sieger werden gute Chancen für die Präsidentschaftswahl im kommenden Frühjahr ausgerechnet. Umfragen lassen derzeit ein Duell zwischen der Front-National-Chefin Marine Le Pen und dem konservativen Bewerber erwarten - die Vorwahl ist damit eine wichtige Weichenstellung.

Frankreichs mögliche Präsidenten
Francois Hollande
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Die Sozialisten: Ein zögerlicher Amtsinhaber und Konkurrenz von links

Der höchst unpopuläre Staatschef François Hollande will erst im Dezember bekanntgeben, ob er im Frühjahr 2017 für eine zweite Amtszeit kandidiert. Umfragen sagen ihm so gut wie keine Chancen auf eine Wiederwahl voraus.

(Foto: AFP)
Arnaud Montebourg
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So oder so müsste Hollande sich erst einer Vorwahl der Sozialisten im Januar stellen – und es gibt innerparteiliche Konkurrenz. Sein prominentester Herausforderer ist Ex-Wirtschaftsminister Arnaud Montebourg vom linken Parteiflügel.

(Foto: AFP)
Manuel Valls
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Verzichtet Hollande auf eine Kandidatur, dürfte Premierminister Manuel Valls antreten.

(Foto: AFP)
Nicolas Sarkozy
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Die Konservativen: Duell zwischen Ex-Präsident und Ex-Premier

Die konservativen Republikaner bestimmen ihren Kandidaten bei einer Vorwahl an den kommenden beiden Sonntagen, eine Premiere in der Geschichte der Partei. Umfragen sagen ein Duell zwischen dem favorisierten Ex-Premierminister Alain Juppé und dem früheren Staatschef Nicolas Sarkozy voraus.

(Foto: AFP)
François Fillon
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Bei den Konservativen mischt zudem François Fillon mit. Zuletzt machte der Ex-Premier Boden gut.

(Foto: AFP)
Alain Juppé
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Der Vorwahl, an der jeder Franzose teilnehmen kann, kommt eine zentrale Bedeutung zu: Der Sieger ist bei der Präsidentschaftswahl im April und Mai 2017 haushoher Favorit. Die Mitte-Rechts-Parteien UDI und Modem hätten an der Vorwahl der Konservativen teilnehmen können, haben sich aber dagegen entschieden. Ihre Parteichefs unterstützen Alain Juppé.

(Foto: Reuters)
Emmanuel Macron
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Das freie Elektron

Der parteilose Ex-Wirtschaftsminister Macron bezeichnet seine politische Bewegung „En marche!“ (etwa: Vorwärts!) als „weder links noch rechts“. Er zielt auf Wähler der politischen Mitte ab. Seine Erfolgschancen sind trotz des Wirbels, den seine Kandidatur ausgelöst hat, unklar.

(Foto: Reuters)

Über Monate hinweg hatten Umfragen ein Duell zwischen Juppé und Sarkozy vorhergesagt. Erst in den Wochen vor der Wahl hatte Fillon zu einer überraschenden Aufholjagd angesetzt und lag deutlich vorn. Der 62-jährige will Frankreich liberale Wirtschaftsreformen verordnen, um wieder wettbewerbsfähiger zu werden. Juppé tritt etwas gemäßigter auf und zielt eher auch auf Wähler aus der Mitte.

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    Sarkozy versprach, dass er den Sieger der Stichwahl unterstützen werde. „Ich habe keine Bitterkeit“, sagte er. „Ich will nur das Beste für das Land.“ Er rief seine Wähler auf, „niemals den Weg der Extreme zu wählen“ - eine klare Warnung vor einer Stimme für die rechtsextreme Front National.

    Die Beteiligung an der Vorwahl war nach ersten Angaben hoch ausgefallen. Eine Hochrechnung des Instituts Elabe für den Sender BFMTV ging insgesamt von 3,9 bis 4,3 Millionen Wählern aus. Als Sarkozy seine Niederlage anerkannte, waren die Stimmen von rund 3,2 Millionen Wählern ausgezählt.

    Sarkozy ist raus – Wer tritt an gegen Marine Le Pen?

    Nach französischen Medienberichten hatten sich in vielen Wahllokalen lange Schlangen gebildet. Abstimmen konnte jeder Franzose, der im Wählerregister steht, zwei Euro Kostenbeteiligung zahlte und sich per Unterschrift zu den Werten der bürgerlichen Rechten bekannte. Diskussionen gab es im Vorfeld, inwieweit auch linke Wähler oder Anhänger der rechtsextremen Front National abstimmen könnten, um das Ergebnis in ihrem Sinne zu beeinflussen.

    • dpa
    • rtr
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