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Vorwürfe gegen Putin „Russland heizt Ukraine-Krise an“

Die Lage in der umkämpften Ostukraine spitzt sich weiter zu. Die OSZE warnt: „Das Risiko einer weiteren Eskalation steigt.“ Wer dafür die Verantwortung trägt, ist für die Regierung in Kiew klar.
Update: 12.11.2014 - 06:52 Uhr 44 Kommentare

Wie lange hält Russland noch durch?

Kiew/BerlinDer ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat in einem Telefonat mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) Russland für zunehmende Spannungen im Krisengebiet Ostukraine verantwortlich gemacht. Moskau versorge die Separatisten weiterhin mit Kämpfern und Waffen, meinte der prowestliche Staatschef nach Angaben seines Presseamtes.

Die Aufständischen würden die im September von den Konfliktparteien beschlossenen Friedensschritte ignorieren. Auch Russland fehle der Wille zum mäßigenden Einwirken, heißt es in der am Dienstag in Kiew veröffentlichten Mitteilung. Merkel habe angekündigt, dass die Ukrainekrise beim G20-Treffen an diesem Wochenende besprochen werde.

Trotz zunehmender Kämpfe in der Ostukraine will die Europäische Union Russland zunächst nicht mit neuen Sanktionen zum Druck auf moskautreue Separatisten in dem Bürgerkriegsgebiet zwingen. Zwar könnte die Liste von Einzelpersonen erweitert werden, gegen die Einreiseverbote und Kontosperren gelten, sagte Merkel am Dienstag in Berlin. „Darüber hinaus sind weitere Wirtschaftssanktionen derzeit nicht geplant“, betonte sie. Ziel sei es, die seit September geltende – aber brüchige – Waffenruhe zwischen dem ukrainischen Militär und den Separatisten umzusetzen.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) und die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini riefen Armee und Aufständische auf, sich an die Waffenruhe zu halten. Steinmeier warnte, die Lage an der ukrainisch-russischen Grenze deute auf Vorbereitungen beider Seiten für neue Militäraktionen hin. „Das muss verhindert werden“, forderte er.

Der Sicherheitsrat in Kiew berichtete von mindestens fünf getöteten Soldaten bei Gefechten in der Ostukraine. In der Nähe der Hafenstadt Mariupol am Asowschen Meer wurde örtlichen Medien zufolge ein Frachtschiff von einer heftigen Explosion getroffen. Das Schiff konnte aber weiterfahren; Angaben über Verletzte gab es nicht.

Auch der russische Botschafter bei der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), Andrej Kelin, warnte angesichts immer intensiverer Kämpfe im Bürgerkriegsgebiet vor einer Zuspitzung der Lage. „Das Ausmaß der Gewalt und das Risiko einer weiteren Eskalation bleiben hoch und steigen“, sagte OSZE-Sprecher Michael Bociurkiw in Kiew.

Die Organisation berichtete zudem von einem neuen Konvoi mit 43 nicht gekennzeichneten Fahrezeugen östlich von Donezk. Einige der Wagen hatten demnach schwere Waffen geladen und fuhren in Richtung der Separatistenhochburg. Kiew und der Westen werfen Russland vor, die Aufständischen mit Waffen zu versorgen. Moskau weist dies zurück.

Am Montag wollen die 28 EU-Außenminister in Brüssel über die Krise beraten. In Peking sprachen Putin und US-Präsident Barack Obama am Rande des Asien-Pazifik-Gipfels (Apec) auch über den Ukraine-Konflikt. Details waren zunächst nicht bekannt.

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OSZE warnt vor der Zuspitzung der Lage
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44 Kommentare zu "Vorwürfe gegen Putin: „Russland heizt Ukraine-Krise an“"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Was ist der Unterschied zw dem "Informierten Leser"& einem Trollen,der weder Schmerzen an Fingerspitzen noch im Gehirn spürt!?

  • Die OSZE wird erst jemandem für schuldig erklären wenn sie ausreichend Beweise dafür haben. In unserem Rechtsstaat Deutschland gilt noch immer die Unschuldsvermutung bis zum Beweis des Gegenteils! Ich weiß ja nicht wo sie herkommen, Beschuldigungen werden nicht wahr nur weil sie in den Medien oft genug wiederholt werden.
    Da es aber keine Beweise gibt, beschuldigt die OSZE auch bisher niemanden.
    Die OSZE wird niemandem die Schuld ZUSCHIEBEN, so etwas machen nur die Medien und zb Sie.
    Die von Ihnen erwähnten Fotos sind kein Beleg für russische Beteiligung, zeigen lediglich einen Konvoi.
    Wenn die OSZE klare Beweise vorlegt, die das Gegenteil belegen, lasse ich mich gerne belehren. Vorher jedoch sollten wir aufhören die Stimmung damit aufzuheizen Behauptungen als Wahrheiten zu verbreiten.
    Übrigens kam vor einigen Minuten die Meldung, Donezk (Separatistenhochburg) wurde wiederholt durch Artilleriefeuer beschossen. Wer kann das nur gewesen sein?

  • Und woher schreiben Sie?Sind Sie auf der Lohnkarte des Handelsblatts oder angewiesen an WesternUnion Überweisungen aus Kiew?

  • @john
    Dies Beweise sind sowohl durch frei Russische Bericht erstatter als auch Amnasty International als Unfug entlarft worden.
    Aber es ist der letzte Beweiß das sie nur Russia Today genießen dürfen. Was Von russischen freien Nachrichten und Mütter organisationen tatsächlich bewiesen wurde sind die neuen toten auf den soldaten friedhöfen im ganzen (Russ)land.

  • Dazu frage ich was hat ja Thomas de Maizière beim Brzezinski im 2011 verloren?
    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/09/10/ukraine-us-falken-draengen-eu-zu-mehr-haerte-gegen-russland/

  • @John Smidt
    Reichen Ihnen die Fotos und videos der AP von vor 2 tagen nicht aus, dan schauen sie doch mal auf Youtube da gibt es sicher mittlerweile mehr?
    Die OSZE ist keine "Selfie mit der welt Teil" Organiesation brauch sie auch nicht, ihr gehören diverse staaten an sogar Russland und deren Beobachter werten gemeinsam allle möglichen daten wie drohnen bilder aus, erstellen Berichte (wie diesen) und archivieren die daten. Zumal wie bereits erwähnt andere Jornalisten bereits ähnliches Material verbreitet haben.
    Die OSZE wird aber erst dann klar jemanden die schuld zuschieben wenn ein Desateur oder Putin selber (wie in der Krim) Ihnen den Letzten Beweis gibt das Russiche Einheiten eingedrungen sind. Sehr wohl aussern sie aber den belegten Verdacht.(ach ja das verstehen sie aber vermutlich nicht da sie in St.Petersburg einen Rechtsstaat nicht kenne, erst nach einer ofiziellen verurteilung heist es nicht mehr "Mutmaßlich" auch wen es bereits öffentlich zugängliche beweise gibt.)

  • SZ als die einzigste Wahrheit zu stilisieren bedarf ein sehr grosses Stück von Heuchelei!
    Nun lautet die Frage,von wem kriegen Sie ihr Geld für Ihre Kommentare?!

  • Sie behaupten also zu wissen, wie und warum ein "Rebell" handelt. Na gut, Sie müssen es ja wissen.
    Das Sie von dem Beschuss von Donezk nichts wissen wundert mich nicht wirklich, auch wenn täglich über neue Gefechte IN der Ost-Ukraine berichtet wird.
    Wieso sind denn noch ukrainische Truppen im Separatisten Gebiet? Zur Annäherung und Versöhnung?
    Bestimmt.
    Die Geschehnisse in Afghanistan bis heute sollten Sie sich vielleicht noch einmal genauer angucken...

  • Sehr netter Versuch nur, leider absurd. Ein "Rebell" nimmt nicht das Nummernschild ab(aber die Russen haben aus dem Krim Einsatz gelernt, da haben sie die russischen drangelassen), hat nach monatelagen Kampf keine 43 unbeschädigte neu aussehnde gleichartig Millitärlaster* in einer Millitar Kollone zusammen und würde schon aus taktischem Gründen diese irgenwie markieren.(Indem Fall zu 100% mit russischen Flaggen, wenn ihnen das nicht von Putin verboten worden währe)
    Zumal hier Waffenstillstand herrschen müsste und mir nichts von einer Offensive der Armee bekannt ist.
    Insgesammt brauchen wir ber gar nicht so ins detail gehen, wir alle wissen das die Russen seit den späten 70igern immer versuchen getarnt in anderen Ländern zu intervenieren solange bis sieh auffliegen, z.b. Afganistan mit der "muslim Brigade", Tchetschenien und Krim.

    *Rebellen die sich neu aufstellen benutzen sogar bevorzugt Zivilefahrzeuge unterschiedlicher Ausstattung um Personen und Material zu verlegen.(da das ein effektivere Tarnung als Tarnfarben.

  • Herr Mayr,

    versuchen Sie doch bitte mal die Schwarz-Weis Brille abzusetzen. Keiner behauptet, das Russische Medien objektiv sind. Wenn Sie aber glauben, dass es die Deutschen sind - wie naiv.

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