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Vorwurf des Vertrauensbruchs Anklage gegen ElBaradei erhoben

Der Austritt aus der ägyptischen Übergangsregierung könnte für Mohamed ElBaradei ein juristisches Nachspiel haben. Ein Professor hat den Nobelpreisträger angeklagt, da der die Aktion ElBaradeis als Vertrauensbruch sieht.
20.08.2013 - 19:47 Uhr
Mohamed ElBaradei: Anlagege wegen Vertrauensbruchs. Quelle: AFP

Mohamed ElBaradei: Anlagege wegen Vertrauensbruchs.

(Foto: AFP)

Kairo Der ehemalige ägyptische Vize-Präsident und Friedens-Nobelpreisträger Mohamed ElBaradei muss sich vor Gericht wegen seines Austritts aus der Übergangsregierung verantworten. Der Justizprofessor Sajjed Atik sagte der Nachrichtenagentur Reuters, er habe ElBaradei verklagt, weil dieser sich des Vertrauensbruchs schuldig gemacht habe. Aus Justizkreisen verlautete am Dienstag, die Gerichtsverhandlung werde am 19. September beginnen. Während ElBaradei nach Atiks Angaben bis zu drei Jahren Gefängnis drohen, war in den Kreisen von einer Geldstrafe und einer Haftstrafe auf Bewährung die Rede.

ElBaradei war vor einigen Tagen nach Europa gereist. Es gilt als wahrscheinlich, dass er an keiner der Anhörungen teilnehmen wird.

Anhänger von Präsident Mohammed Mursi hatten unter dessen Regierung zahlreiche Fälle gegen Mitglieder der Opposition angestrengt. Bei vielen davon lautete die Anklage "Beleidigung des Präsidenten". Kritiker sprachen von politisch motivierten Verfahren und Einschüchterungsversuchen. Das Militär stürzte den Muslimbruder Mursi und räumte später die Protestlager seiner Anhänger mit Gewalt. Dabei kamen Hunderte Menschen ums Leben. ElBaradei trat aus Protest gegen das Vorgehen der Sicherheitskräfte zurück.

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