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Währungskrise So will der Iran die Hyperinflation bekämpfen

Die iranische Währung Rial allein 2018 bereits mehr als 60 Prozent an Wert verloren. Nun hat die Regierung einen Plan entwickelt, um die Hyperinflation aufzuhalten.
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Der Iran ist durch die Sanktionen der USA in eine akute Währungskrise geraten. Quelle: dpa
Rial

Der Iran ist durch die Sanktionen der USA in eine akute Währungskrise geraten.

(Foto: dpa)

TeheranDie iranische Zentralbank will im Kampf gegen die hohe Inflation im Land vier Nullen bei der Währung Rial streichen. „Wir haben der Regierung diesbezüglich einen Entwurf vorgelegt, und wir hoffen, dass dieser wichtige Schritt schon sehr bald umgesetzt wird“, sagte Notenbankchef Abdolnaser Hemmati am Sonntag. Die Maßnahme sei für die Umsetzung der Bankreformen im Iran notwendig, erklärte er nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna in Teheran.

Der Iran steckt wegen der von den USA verhängten Sanktionen in einer akuten Währungskrise. Der Rial hat seit Beginn 2018 etwa 60 Prozent an Wert verloren, die Inflationsrate ist drastisch gestiegen. Nach Einschätzung von Beobachtern könnte sich die Krise in den kommenden Monaten weiter verschlimmern – besonders wenn die Sanktionen den Ölexport, die Haupteinnahmequelle des Landes, treffen sollten. Das Streichen von vier Nullen aus Rial-Beträgen könnte zumindest eine psychologische Wirkung haben. Viele Iraner müssen allein für einen einfachen Supermarkt-Einkauf derzeit mehr als eine Million Rial bezahlen.

Schon im Dezember 2017 wollte die Zentralbank zumindest eine Null entfernen. Damit sollte der Toman dann wieder den Rial ersetzen. Er galt bis 1925 als die nationale Währung des Landes, bevor er vom Rial ersetzt wurde. Die Perser selbst jedoch benutzen seit Jahrzehnten nur den Begriff Toman, weil auch die Umrechnung immer sehr einfach war – ein Toman entspricht 10 Rial.

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  • dpa
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