Währungskrise SPD-Chefin Nahles betont Bedeutung der Türkei

Andrea Nahles teilt Angela Merkels Meinung. Wie die Kanzlerin findet auch die SPD-Chefin, dass Deutschland ein Interesse an einer wirtschaftlich stabilen Türkei habe.
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Deutschland müsse dem Nato-Bündnispartner Türkei notfalls helfen. Quelle: dpa
SPD-Chefin Andrea Nahles

Deutschland müsse dem Nato-Bündnispartner Türkei notfalls helfen.

(Foto: dpa)

BerlinDeutschland muss nach Darstellung von SPD-Chefin Andrea Nahles unter Umständen die wirtschaftlich angeschlagene Türkei unterstützen. „Es kann die Situation entstehen, in der Deutschland der Türkei helfen muss“, sagte Nahles den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Dies müsse dann „unabhängig von den politischen Auseinandersetzungen“ mit Präsident Recep Tayyip Erdogan geschehen. „Die Türkei ist ein Nato-Partner, der uns nicht egal sein kann. Es ist in unser aller Interesse, dass die Türkei wirtschaftlich stabil bleibt und die Währungsturbulenzen eingedämmt werden.“

Der Konflikt mit den USA um einen in der Türkei unter Hausarrest stehenden US-Pastor hat in den vergangenen Wochen zu einem massiven Kursverfall der Lira geführt. Am Freitag stuften die Rating-Agenturen Moody's und S&P die Kreditwürdigkeit des Landes noch tiefer in die Ramschzone. Erdogan warf den USA am Samstag vor, sein Land wirtschaftlich in die Knie zwingen zu wollen.

Die US-Regierung wiederum hat die Verantwortung dafür zurückgewiesen. „Die wirtschaftlichen Probleme haben nicht erst begonnen, als wir am 1. August dieses Jahres Sanktionen gegen zwei Personen verhängt haben“, sagte die Sprecherin des US-Außenministeriums, Heather Nauert.

Bereits am Mittwoch hatte Kanzlerin Angela Merkel mit dem türkischen Präsidenten telefoniert. Neben der Lage in Syrien ging es auch um Erdogans geplanten Staatsbesuch am 28. September in Deutschland. Laut Regierungssprecher Steffen Seibert werde auch ein Treffen der Finanz- und Wirtschaftsminister beider Länder vereinbart worden.

Nach Angaben der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu unterstrich Merkel bei dem Gespräch auch das deutsche Interesse an einer starken türkischen Wirtschaft. Beide Seiten hätten sich für einen Ausbau der Zusammenarbeit zwischen Deutschland und der Türkei ausgesprochen.

Vor dem Hintergrund des eskalierten Zollkonflikts zwischen Washington und Ankara hatte sich Merkel schon am Montag besorgt über die Lage geäußert. Die EU profitiere von einer stabilen Wirtschaftslage in ihrer Nachbarschaft. „Deutschland möchte jedenfalls eine wirtschaftlich prosperierende Türkei“, sagte sie.

  • dpa
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  • Die SPD zeigt also ihr wahres Gesicht. Menschenrechte haben hinter anderen Interessen zurück zu stehen.
    Es geht der SPD einzig und allein um deutsch-türkische Wähler, bei Umfragewerten von 18% greift man halt nach jedem Strohhalm.
    Trotz der Unterwerfung der SPD unter Erdogan wurde die Deutsche Journalistin Mesal Tolu in der Türkei festgesetzt.
    Da hat Herr Trump mehr Charakter, wenn ein amerikanischer Pastor ohne konkreten Beweis von Erdogan festgehalten wird, setzt sich Trump für seine Staatsbürger ein, notfalls auch mit Wirtschaftssanktionen. Das ist gut und richtig.
    Dagegen die SPD-Vorsitzende Andrea Nahles, sie hatte zuvor deutsche Hilfe für die Türkei ins Gespräch gebracht. Da lacht sich Erdogan doch schlapp uns läßt dann mal wieder ein paar Deutsche verhaften.
    Die Türkei steht da wo sie steht wegen Erdogan, deshalb gibt es nur eine Besserung ohne ihn.

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