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Waffenexporte „Leopard-2“-Panzer an der Seite von Milizen in Syrien im Einsatz

Die Türkei setzt bei ihrer Offensive schweres Gerät gegen kurdische Einheiten ein. Darunter sind Panzer, die aus Deutschland geliefert wurden.
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Die Türkei hat offenbar eine syrische Rebellengruppe mit Ausrüstung und schwerem Gerät versorgt. Quelle: AFP
Leopard 2-Panzer im Einsatz

Die Türkei hat offenbar eine syrische Rebellengruppe mit Ausrüstung und schwerem Gerät versorgt.

(Foto: AFP)

Damaskus Bei der Offensive in Nordsyrien setzt die Türkei auch aus Deutschland gelieferte „Leopard-2“-Panzer an der Seite islamistischer Verbündeter ein. In einem Video, das die Rebellengruppe Dschaisch al-Islam (Armee des Islams) bereits am Mittwoch veröffentlichte, sind Szenen aus dem Vormarsch gegen die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) in Nordsyrien nahe des Orts Bab al-Chair zu sehen. Darin taucht auch ein „Leopard 2“ auf, der nach dpa-Informationen an die Türkei geliefert wurde.

Ein Sprecher von Dschaisch al-Islam bestätigte der Deutschen Presse-Agentur, dass die Türkei und die Rebellen gemeinsam in der Nähe der Grenzstadt Ras al-Ain vorgerückt seien. Die Türkei habe Dschaisch al-Islam mit Ausrüstung und schwerem Gerät versorgt, sagte Milizensprecher Hamsa Birakdar. „Uns wurden drei schwer gepanzerte Fahrzeuge und Truppentransporter gegeben.“

Die Frage, ob Mitglieder des Rebellenbündnisses der Syrischen Nationalen Armee (SNA) auf „Leopard 2“ trainiert wurden, beantwortete er mit „Ja.“ Ein Sprecher der SNA dagegen sagte, die Panzer gehörten den türkischen Truppen. „In der SNA haben wir nicht die Fähigkeiten, solche Fahrzeuge zu fahren“, erklärte Jussuf Hamud auf Anfrage. Die Bilder seien in einer Pause und zur Erinnerung für die Kämpfer der SNA gemacht worden.

Die Miliz Dschaisch al-Islam ist Teil der Syrischen Nationalen Armee. Sie gilt als islamistisch, wird aber nicht als Terrororganisation eingestuft.

Die Bundesregierung hatte dem Nato-Partner in den 1990er Jahren 354 „Leopard 2“ geliefert - ohne Auflagen für den Einsatz zu erteilen. Der Türkei wurde es lediglich untersagt, die Panzer an Dritte zu verkaufen oder zu verschenken. Die Türkei hatte die Panzer bereits vor mehr als einem Jahr bei einer Offensive im Nordwesten Syriens eingesetzt.

  • dpa
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