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Wahl Regierungspartei ANC gewinnt Wahl in Südafrika trotz großer Verluste

Der ANC hat die Parlamentswahl gewonnen. Seit 25 Jahren regiert die Partei in Südafrika, aber der Frust unter den Wählern beschert erhebliche Stimmenverluste.
11.05.2019 - 16:20 Uhr Kommentieren
Die Regierungspartei Afrikanischer Nationalkongress hat bei den Parlamentswahlen ein besonders niedriges Wahlergebnis erzielt. Quelle: dpa
Wahlen in Südafrika

Die Regierungspartei Afrikanischer Nationalkongress hat bei den Parlamentswahlen ein besonders niedriges Wahlergebnis erzielt.

(Foto: dpa)

Johannesburg Die südafrikanische Regierungspartei ANC hat die Parlamentswahl trotz Verlusten für sich entschieden. Nach Auszählung aller abgegebenen Stimmen kam der Afrikanische Nationalkongress am Samstag laut Wahlkommission auf 57,5 Prozent. Eine offizielle Bekanntgabe sollte am Nachmittag (Ortszeit) erfolgen. 2014 gewann die Partei noch 62 Prozent der Stimmen.

Für den ANC ist es trotz der absoluten Mehrheit das schlechteste Ergebnis, das die Partei von Nationalheld Nelson Mandela je eingefahren hat. Sie regiert Südafrika seit dem Ende der Apartheid vor 25 Jahren. Die Wahlbeteiligung war mit 65 Prozent ebenfalls niedrig (2014: 74 Prozent), was den Frust vieler Südafrikaner über den ANC widerspiegelt. Die Partei ist von zahlreichen Korruptionsskandalen erschüttert worden - sie führten im vergangenen Jahr zur Absetzung des damaligen Präsidenten Jacob Zuma.

Amtsinhaber Cyril Ramaphosa, einst Schützling von Mandela, hat versprochen, im ANC aufzuräumen und sich bei der Bevölkerung entschuldigt. Eine etwaige neue fünfjährige Amtszeit für Ramaphosa könnte durch Zumas Verbündete in Gefahr geraten, die weiter Teil der ANC-Führungsspitze sind und die Partei möglicherweise zu Ramaphosas Absetzung drängen könnten.

Beobachtern zufolge dürfte Südafrikas Wirtschaft weiter abschwächen, sollte der ANC Ramaphosa tatsächlich zur Abgabe des Präsidentenamtes zwingen. Im Wirtschaftszentrum des Landes – der Provinz Gauteng mit Johannesburg und der Hauptstadt Pretoria – konnte der ANC mit gerade über 50 Prozent der Stimmen die Kontrolle halten.

Die stellvertretende ANC-Generalsekretärin Jessie Duarte sagte, die Partei müsse sich nun darauf konzentrieren, eine glaubwürdige Regierung zu bilden. „Wir müssen unsere Ärmel hochkrempeln und die Probleme lösen“, sagte Duarte.

Die wichtigste Oppositionspartei, die liberale Demokratische Allianz, ging ebenfalls geschwächt aus der Wahl hervor: Sie kam auf 20,7 Prozent (2014: 22,2 Prozent). Einen Zuwachs verzeichnete dagegen die populistische EFF mit 10,7 Prozent (statt 6,3 Prozent im Jahr 2014). Sie findet vor allem bei jüngeren Wählern Rückhalt. Ziele der EFF sind, die weiße Minderheit zu mehr Abgaben zu zwingen und weiße Landbesitzer ohne Entschädigung zu enteignen.

  • ap
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