Wahl Tunesier wählen ein zersplittertes Parlament
Nabil Karoui, Präsidentschaftskandidat von Tunesien, wird nach seiner Freilassung bejubelt. Wenige Tage vor der Stichwahl um das Präsidentenamt in Tunesien ist der seit August inhaftierte Kandidat wieder auf freiem Fuß.
Madrid Nach der Präsidentschaftswahl Mitte September hat nun auch der Urnengang für das Parlament gezeigt: Die Tunesier haben die Nase voll von der Politik. Gerade einmal 41 Prozent gingen am vergangenen Sonntag zur Wahl und sie verpassten den etablierten Parteien erneut einen Denkzettel.
Vergleichsweise glimpflich ging es noch für die islamistische Ennahda aus, eine der bisherigen zwei Regierungsparteien. Sie stürzte zwar von 69 auf 52 Sitze in dem 217 Sitze umfassenden Parlament. Doch damit war sie noch die stärkste Kraft.
Ihr bisheriger Regierungspartner Nidaa Tounes kam dagegen gerade einmal auf drei Sitze – bei der Wahl 2014 hatten sie noch 86 Sitze erhalten. Auch die Anfang des Jahres gegründete Partei des bisherigen Premierministers Youssef Chahed, Tahya Tounes, kommt nur auf 14 Abgeordnete.
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