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Wahlen Algeriens Präsident vor dritter Amtszeit

An der Wiederwahl von Algeriens Präsident Abdelaziz Bouteflika bestehen kaum Zweifel. Ohne prominenten Gegenkandidaten bewirbt sich der 71-Jährige heute bei den Wählern um eine dritte Amtszeit. Die wichtigsten Oppositionsbewegungen haben ihre Bewerber zurückgezogen. Sie kritisieren, dass das Ergebnis ohnehin feststehe.
Algeriens Präsident Bouteflika wird wahrscheinlich wiedergewählt. Quelle: dpa

Algeriens Präsident Bouteflika wird wahrscheinlich wiedergewählt.

(Foto: dpa)

ALGIER. Bouteflika verspricht den knapp 21 Millionen Wahlberechtigten ein Konjunkturprogramm und eine Fortsetzung der „Politik der nationalen Versöhnung“ in dem einstigen Bürgerkriegsland. Die EU hat Interesse an politischer Stabilität in Algerien – der nordafrikanische Staat ist ihr drittgrößter Gaslieferant. Experten schätzen die algerischen Gasreserven auf 2,5 Prozent der Weltvorkommen. Die Ausfuhren des Landes bestehen fast ausschließlich aus Energielieferungen. Die Bevölkerung profitiert allerdings kaum vom Öl- und Gasreichtum des Landes. Viele Jugendliche träumen davon, nach Europa auszuwandern, am liebsten ins ehemalige Mutterland Frankreich. Um die Lebensverhältnisse im Land zu verbessern, hat Bouteflika öffentliche Investitionen in Höhe von umgerechnet knapp 115 Mrd. Euro angekündigt. Mit dem Geld will er unter anderem eine Million neue Wohnungen bauen lassen und zusätzlich drei Millionen Menschen Arbeit bringen.

Außerdem will er die Politik der nationalen Versöhnung fortsetzen, mit der es ihm nach seinem ersten Wahlerfolg 1999 gelungen war, ein Jahrzehnt politisch motivierter Gewalt weitgehend zu beenden. Doch die Terrorgefahr ließ sich nie ganz bannen: Die ehemalige Islamistengruppe GPSC benannte sich in El Kaida im islamischen Maghreb um und verübt weiter Anschläge.

Vor drei Jahren, als Bouteflika wochenlang schwer krank in einer Pariser Klinik lag, wurden bereits die Nachrufe vorbereitet. Doch der Präsident erholte sich halbwegs und setzte eine Verfassungsänderung durch, die ihm ein weiteres Fünf-Jahres-Mandat ermöglicht.

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