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Wahlen am Sonntag EU-Parlamentspräsident will Italiens Regierung führen

Im Falle eines Wahlsiegs des Mitte-Rechts-Bündnisses möchte Antonio Tajani Ministerpräsident werden. Via Twitter bestätigte er Berlusconis Wunsch.
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Antonio Tajani ist ein treuer Weggefährte von Silvio Berlusconi. Beide gehören zu den Gründern der Partei Forza Italia. Quelle: Reuters
Italien

Antonio Tajani ist ein treuer Weggefährte von Silvio Berlusconi. Beide gehören zu den Gründern der Partei Forza Italia.

(Foto: Reuters)

Rom EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani hat via Twitter angekündigt, dass er bei einem Wahlsieg der Konservativen am Sonntag in Italien bereit sei, den Posten des Ministerpräsidenten zu übernehmen. Der 64-jährige Italiener dankte auf Twitter Ex-Regierungschef Silvio Berlusconi für dessen „Geste der Hochachtung“.
Berlusconi hatte zuvor angekündigt, Tajani zum Regierungschef machen zu wollen, sollte sein Mitte-Rechts-Bündnis die Parlamentswahl gewinnen. Da hatte er allerdings noch keine Bestätigung von Tajani erhalten, der im Januar 2017 nach dem Rückzug von Martin Schulz EU-Parlamentspräsident wurde.
„Ich habe ihm heute Abend meine Bereitschaft erklärt, Italien zu dienen“, bestätigte Tajani schließlich in dem Tweet. Der ehemalige Ministerpräsident reagierte erfreut. "Ich weiß, es ist eine Schande Antonio Tajani Europa wegzunehmen. Aber es ist im Interesse Italiens", sagte Berlusconi.

In Umfragen liegt das Bündnis aus Berlusconis Forza Italia und anderen rechten Parteien vorn. Tajani gehört neben Berlusconi zu den fünf Gründern der Forza Italia. „Jetzt treffen unsere Mitbürger und der Staatspräsident alle weiteren Entscheidungen“, schrieb Tajani. Er gilt als Politiker, der den Konsens sucht.

Tajani ist einer der treuesten Weggefährten des 81-jährigen Berlusconi und hat mit ihm 1994 die Forza Italia gegründet. In Brüssel rechneten viele damit, dass Tajani geht, sollte das konservative Bündnis in Italien gewinnen und das Amt des Ministerpräsidenten bekommen. Berlusconi selbst darf als verurteilter Steuerhinterzieher bis 2019 kein öffentliches Amt bekleiden.
Italien wählt am Sonntag ein neues Parlament. Wer das Land anschließend regiert ist derzeit völlig offen.

  • dpa
  • rtr
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