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Wahlen Down Under Australien im Kapitalismusmodus

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Die Kohle-Branche soll massiv ausgebaut werden

Im Gegenteil: Die Branche soll massiv ausgebaut werden. 20 neue Kohlegruben sind „in der Pipeline“. Turnbull verkauft das als Akt der Wohltätigkeit, um Armen in Indien zu helfen: „Energiearmut behindert Entwicklung“, sagt er. „Man braucht Energie, um Hunger zu stillen und Wohlstand zu mehren. Kohle wird dabei eine große Rolle spielen.“

Einen Knaller für Labor brachte der Abgeordnete Peter Hayes mit seinem Tweet: „Kohlebergbau und Export zu verteidigen ist in derselben Liga wie (eine Lanze zu brechen für) Klatschmohn-Anbau für Heroin!“ Sein Chef Shorten bemüht sich, die Kuh vom Eis zu holen: „Die Kohleindustrie bleibt, wenn Labor gewählt wird“, beteuert er. Wenn es dann aber darum geht, ob er die neuen Bergwerke unterstützt, laviert er: Ob etwas gebaut werde oder Sinn habe, seien kommerzielle Überlegungen, da habe die Bundesregierung nichts mit zu tun.

Obwohl das Land mit Sonne und Wind gesegnet sind, ist der Anteil erneuerbarerer Energien gering. 2013/2014 betrug der Kohle an der Stromversorgung gut 61 Prozent, der Anteil erneuerbarer Energien 14,9 Prozent. Zum Vergleich: In Deutschland waren es 2014 bei Kohle 45,3 Prozent, bei erneuerbaren Energien 24,1 Prozent.

Die Regierung will den Anteil erneuerbarer Energien bis 2020 etwa auf heutiges deutsches Niveau heben. Labor strebt bis 2050 50 Prozent an. Die Emissionen von Treibhausgasen will die Regierung bis 2020 um 28 Prozent unter das Niveau von 2005 senken. Labor spricht von minus 45 Prozent bis 2030.

Alles unzureichend, sagen die Klimaforscher. Das Große Barriereriff sei durch Umweltverschmutzung schon angegriffen und der Klimawandel mit höheren Wassertemperaturen und häufigeren Stürmen könnte ihm den Rest geben. „Wenn Australien die CO2-Emissionen nicht reduziert, wird vom Great Barrier Reef irgendwann nicht mehr viel übrig sein“, sagt der Meeresforscher Terry Hughes von der James-Cook-Universität.

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  • dpa
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