Wahlen in der Türkei: Nervenkrimi um Auszählung bei Türkei-Wahl – Stichwahl wird wahrscheinlich
Präsident Recep Tayyip Erdogan am Wahltag.
Foto: ReutersAnkara. Der Ausgang der Wahl in der Türkei ist auch Stunden nach Schließung der Wahllokale ungewiss. Widersprüchliche Informationen über die ersten Auszählungen bei den Parlaments- und Präsidentschaftswahlen sorgen für Verwirrung – und Kritik an türkischen Staatsmedien.
Der türkische Oppositionsführer Kemal Kilicdaroglu hat seine Anhänger dazu aufgerufen, bis zum Ende der Auszählung bei den Wahlurnen zu bleiben. „Verlasst die Urnen und die Wahlkommissionen niemals“, sagte er in der Nacht zu Montag in Ankara. „Wir bleiben hier, bis jede Stimme ausgezählt ist.“
Aktuell sieht es so aus, als ob keiner der Kandidaten für das Präsidentenamt in diesem ersten Wahlgang mehr als 50 Prozent der Stimmen erreichen kann. Damit wird eine Stichwahl am 28. Mai immer wahrscheinlicher.
Einem offiziellen Zwischenergebnis zufolge lag Präsident Recep Tayyip Erdogan in der Nacht in Führung. Für den 69-Jährigen stimmten am Sonntag nach Auszählung von 91,93 Prozent der Stimmen 49,49 Prozent der Wähler, teilte der Leiter der türkischen Wahlbehörde mit. Auf seinen Herausforderer Kemal Kilicdaroglu von der oppositionellen CHP entfielen demnach 44,49 Prozent.