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Wahlen in Pakistan USA droht wichtigen Verbündeten zu verlieren

Heute wird in Pakistan ein neues Parlament gewählt. Beobachter rechnen mit deutlichen Zugewinnen für radikal-islamische Kräfte – was weitreichende Konsequenzen für den Anti-Terror-Kampf der USA hätte.
11.05.2013 - 08:51 Uhr 2 Kommentare
Die Islamisten hetzen bei ihren Wahlveranstaltungen gegen die USA. Quelle: ap

Die Islamisten hetzen bei ihren Wahlveranstaltungen gegen die USA.

(Foto: ap)

Mardan Als der imposante Politiker mit dem weißen Turban und dem schwarzen Bart die Bühne der Wahlkampfveranstaltung im Nordwesten Pakistans betritt, tönt ein Lied über den Heiligen Krieg aus den Lautsprechern. Vor einer singenden Menge lobt er die afghanischen Taliban und greift die amtierende pakistanische Regierung an, weil sie Osama bin Laden nicht vor dem tödlichen Zugriff des US-Kommandos geschützt habe.

Maulana Shujaul Mulk ist einer von Hunderten Kandidaten radikal-islamischer Parteien, die sich bei den nationalen Wahlen am heutigen Samstag in Pakistan um einen Posten bewerben. Beobachter erwarten für diese Gruppierungen deutliche Zugewinne im Vergleich zu den vorangegangenen Wahlen vor fünf Jahren. Das nährt die Sorgen um die weitere Entwicklung in einem Land, das ohnehin schon schwer unter religiöser Intoleranz und dem Aufstand der Taliban leidet.

Ein Aufschwung der Islamisten würde auch den USA – dem immer wieder bekräftigten Feindbild – das Leben deutlich schwerer machen. Amerika braucht Pakistan, um gegen die militanten Islamisten und Terroristen im Grenzgebiet zu Afghanistan vorzugehen und den Krieg im Nachbarland zu beenden. Dass die Islamisten dazu noch gute Verbindungen zur mächtigen pakistanischen Armee haben, erschwert die Lage für die USA zusätzlich.

Islamistische Hardliner-Parteien wie Mulks Jamiat Ulema-e-Islam genießen signifikante Unterstützung im mehrheitlich muslimischen Pakistan, besonders in den konservativen Gegenden entlang der Grenze zu Afghanistan. Zu den Wahlkampfveranstaltungen kommen oft Zehntausende. Aber in der Vergangenheit hatten diese Gruppierungen Schwierigkeiten, diesen Zuspruch in Parlamentssitze umzusetzen.

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    Diesmal könnten sie jedoch genug Sitze gewinnen, um die neue Regierung – erwartet wird eine Koalition aus verschiedenen großen Parteien – entscheidend zu beeinflussen. Auf lokaler Ebene wird Mulks Partei voraussichtlich so viele Sitze holen, dass sie in der neuen Provinzregierung von Khyber Pakhtunkhwa zu den entscheidenden Kräften gehören wird.

    Die Provinz im Nordwesten des Landes ist eine Hochburg der militanten Islamisten. Eine von ihnen geführte Regierung könnten den Taliban und anderen radikalen Kräften mehr Raum zum Handeln geben. Grundsätzlich sind Parteien wie die von Mulk der Ansicht, dass man mit diesen Kräften verhandeln müsse, statt sie zu bekämpfen.

    „Sie verkaufen unsere Brüder, ihre Kinder für Dollars“
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    2 Kommentare zu "Wahlen in Pakistan: USA droht wichtigen Verbündeten zu verlieren"

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    • Pakistan gehört zu den Ländern, für die ich nie, nie, nie spenden würde. Man möge sich bitte über dieses Land informieren.

    • CIA Drone Strikes in Pakistan 2004–2013

      Total US strikes: 368
      Obama strikes: 316
      Total reported killed: 2,541-3,533
      Civilians reported killed: 411-884
      Children reported killed: 168-197
      Total reported injured: 1,173-1,472

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