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Wahlkampfversprechen Mindestlohn in Frankreich steigt

Eine Erhöhung des Mindestlohns war eines der Wahlkampfversprechen von Präsident François Hollande. Nun hat die sozialistische Regierung es eingelöst: Allerdings steigt der Betrag nur leicht um 0,3 Prozent.
17.12.2012 - 11:56 Uhr 3 Kommentare
Frankreich gehört zu den Vorreitern beim Mindestlohn. Quelle: dpa

Frankreich gehört zu den Vorreitern beim Mindestlohn.

(Foto: dpa)

Paris Frankreich geht beim einheitlichen gesetzlichen Mindestlohn weiter voran. Die in Deutschland in dieser Form nicht existierende Lohnuntergrenze wird zum 1. Januar auf 9,43 Euro pro Stunde angehoben. Dies entspreche einer Steigerung in Höhe von 0,3 Prozent, kündigte die sozialistische Regierung am Montag in Paris an. Sie hatte den Mindestlohn bereits im Sommer um 2 Prozent angehoben.

Bei einer normalen 35-Stunden-Woche werden die rund 2,6 Millionen betroffenen Franzosen künftig auf ein monatliches Bruttogehalt von rund 1430 Euro kommen. Anfang dieses Jahres lag es mit rund 1398 Euro noch deutlich niedriger. Der sozialistische Präsident François Hollande hatte die Erhöhung des Mindestlohns im Wahlkampf versprochen.

In Deutschland wird über die Einführung eines allgemeinen gesetzlichen Mindestlohns seit langem politisch gestritten. Bislang existieren lediglich Vereinbarungen für einzelne Wirtschaftszweige und Berufe. Zu den Befürwortern eines flächendeckenden Mindestlohns zählt unter anderem SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück.

Frankreich zählt international zu den Vorreitern beim Thema Mindestlohn. Ein Vorgängermodell des jetzigen Systems entstand bereits 1950. Heute soll der sogenannte Smic den Arbeitnehmern ein Existenzminimum sichern, aber auch die Teilhabe an der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes ermöglichen.

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    3 Kommentare zu "Wahlkampfversprechen: Mindestlohn in Frankreich steigt"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • wieso: es gibt doch Deutschland, wir werden auch dafür bezahlen, um dann später solidarisch gemeinsam Pleite zu gehen, weil mehr ausgegeben als erwirtschaftet und letzteres auch immer einseitiger verteilt wird.

    • Und seit Monaten steigt die Arbeitslosigkeit. Entweder müßten die Kommunisten entscheiden, dass es da eine Korrelation gibt und damit aufhören oder sie müßten den Mindestlohn viel kräftiger erhöhen, um dem Anstieg der Arbeitslosigkeit aber mal so richtg entgegentreten. Aber sie scheinen weder so richtig in die Vollen gehen zu wollen, noch einzusehen, dass es der falsche Weg ist.

    • '... aber auch die Teilhabe an der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes ermöglichen ...'. Dann müßte der SMIC reduziert werden!

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