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Wahlschlappe für Labour Rechtsruck in Neuseeland

Neuseeland steht ein Regierungswechsel bevor. Aus den Parlamentswahlen ist die konservative Nationalpartei unter John Key als Sieger hervorgegangen, während die regierende Labour-Partei hohe Verluste erlitt.
Neusselands kommender Premierminister John Key. Seine Nationalpartei ging aus den Wahlen als klarer Sieger hervor. Foto: Reuters Quelle: Reuters

Neusselands kommender Premierminister John Key. Seine Nationalpartei ging aus den Wahlen als klarer Sieger hervor. Foto: Reuters

(Foto: Reuters)

HB WELLINGTON. "Es ist Zeit für einen Wechsel" - so hatte der Wahlspruch von John Key gelautet, und die Neuseeländerinnen und Neuseeländer folgten seinem Aufruf. Zwei Stunden nach der Schließung der Wahllokale am Samstag stand bereits fest, dass die Labour-Partei ihre Mehrheit im 122 Sitze zählenden Einkammerparlament verlieren würde. Die bisher oppositionelle Nationalpartei hatte sich 45,5 Prozent der Stimmen gesichert, Labour dagegen erreichte nur 34 Prozent.

Premierministerin Helen Clark, die neun Jahre lang die Geschicke des Landes geleitet hatte, kündigte ihren Rücktritt als Vorsitzende der Arbeiterpartei an. "Mein Job als Chefin der Labourpartei ist vollendet", meinte sie vor Anhängern. Sie gratulierte ihrem Herausforderer John Key, dem 47-jährigen Chef der konservativen Nationalpartei und zukünftigen Premierminister.

Regierung in zehn Tagen

Wegen des 1996 eingeführten Proportional-Wahlrechts, bei dem Wähler je eine Stimme einer Partei geben und einem Kandidaten, muss die Nationalpartei trotz des Gewinns von 59 Sitzen erst mit kleineren Parteien verhandeln, um eine mehrheitsfähige Regierungskoalition zu haben. Wie John Key am Sonntag erklärte, sollten die entsprechenden Verhandlungen in etwa zehn Tagen abgeschlossen sein. Die Vertreter der beiden Parteien ACT New Zealand und United Future haben Key bereits ihre Unterstützung zugesagt. Halten sie sich an die Abmachung, wird die Koalition eine komfortable Mehrheit von vier Sitzen haben.

Welche Rolle die Maori-Partei in Zukunft spielen wird, steht noch nicht fest. Die Vertretung der Ureinwohner, die 15 Prozent der Bevölkerung Neuseelands ausmachen, gewann fünf der sieben im Parlament für Maori reservierten Sitze.

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