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Der Sieg war fulminant, doch jetzt muss Francois Hollande liefern. Sein Reformprogramm für Frankreich und Europa ist ehrgeizig und teilweise riskant. Widerstände drohen ihm nicht nur daheim, sondern auch aus Deutschland.

Kommentare

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  • Bei allen Diskusionen hier, wird folgendes vergessen;
    Frankreich bezahlt schon seit jahrzehnten seine laufenden
    Renten und Beamtenpensionen durch laufende Kredite.
    Die Beamten u.Rentenkassen wurden bereits durch seinen
    Sozialistischen Vorgänger Mitterand geplündert.
    Hollande setzt hier nur die sozialistische Tradition fort,
    nähmlich Schulden machen und nochmals Schulden machen.
    Seine Illusion von Eurobonds sind die logische Forderung.
    Mit dem Hintergedanken natürlich, dass die dummen Deutschen
    dafür gerade stehen.Deutsche aufwachen, die Gallier wollen euer Geld um weiter mit 60 in Rente gehen zu können.

  • Wenn ich heute in der Presse lese: "Merkel: Der Fiskalpakt bleibt", dann lache ich mich halbtot! Merkel merkt gar nicht, wie lächerlich sie sich macht, respektive sie ist?! Vermutlich leidet sie schon seit geraumer Zeit an Realitätsverlust! Wenn Hollande das Fiskalpakt neu verhandeln will, dann wird er das tun; ob Merkel das nun passt oder nicht! Schließlich reden wir hier nicht von einer Bananenrepublik, sondern von der zweitgrößten Volkswirtschaft Europas. Das wird die Merkel-Tante aus der Uckermark schon noch früh genug merken! :-)

  • Hier kommt Mitleid:


    Buffett sieht langen und schwierigen Weg für Europa

    Warren Buffett: "Es wird für Europa sehr schwer werden, die Probleme zu lösen"

    Warren Buffett: "Europa wird nicht verschwinden. Es wird weiter ein riesiger Markt bleiben mit fähigen Leuten, mit Fabriken und mit wunderbaren Unternehmen.

    Der europäischen Wirtschaft wird es in 10 oder 20 Jahren besser gehen als heute, der Weg dort hin wird aber unschön werden."


    Nach Ansicht von Investorenlegende Warren Buffet ist der US-Dollar anderen Währungen vorzuziehen.

  • Wer hier wie aufwacht ist noch lange nicht heraus. Dass die "neoliberal gleichgeschaltete" Presse, den Wahlsieg Hollandes zum Dilemma hochstilisiert, ist Kalkül. Man will weiterhin verteidigen, was sich längst ad absurdum geführt hat. Den von Merkel verhängten Sparkurs. Man versteigt sich in diesem Blatt sogar dazu, die sogenannten Märkte zu Hilfe zu rufen und besiegelt damit den Bankrott einer Marktgläubigkeit und einer allzu interessengelenkten Meinungsmache. Die Tatsache, dass die "Märkt" die ganze Welt in ein Desaster geführt haben, dass ganze Volkswirtschaften aufgrund leichtfertiger Deregulierung und anschließender Rettung der Banken und ihrer Gläubiger ins Verderben reißt, genügt der schreibenden Zunft noch nicht, um endlich zur Vernunft zu kommen. Dieses Nachäffen einer neoliberalen Chimäre, die immer noch suggeriert, in einem vermachteten Markt würden irgendwelche mathematische Formeln zu Gewissheiten führen, ist geradezu pathologisch.

  • Hollande macht mir nicht den Eindruck, als wenn er sich bei der Umsetzung seiner Ziele von den Nitroglycerin-Jongleuren, deren professualen Mietmäulern oder MSM-Lohnschreibern abhalten lassen würde.

    Die Kürzung der Bezüge für Regierungsmitglieder,
    temporäre Einfrierung des Benzinpreises,
    Prämien für bedürftige Schüler,
    Mietzuschüsse für Jugendliche, etc.

    aber vor allem die Rücknahme der von Sarkozy durchgepeitschten Rentenbeschlüsse werden nicht nur seinem französischen Fanclub gefallen, sondern auch für sehr viel Zustimmung bei den europäischen Bevölkerungen, und dabei ganz besonders in Deutschland, Österreich, Niederlande und Finnland, sorgen.

    Die in seiner Agenda vorgesehene große Steuerreform und vor allem die Aufspaltung der Banken, wird die machtbesoffenen Besen mit allerlei alternativlosem Geschwurbel auf den Plan rufen.

    Dann wird sich zeigen, ob le Prèsident den Mut und die Kraft aufbringen wird, um diese finstren Gestalten mit dem knappen Befehl

    »In die Ecke, Besen! Besen! Seid’s gewesen.
    Denn als Geister Ruft euch nur, zu seinem Zwecke,
    Erst hervor der alte Meister.«

    in die Schranken weisen kann.

  • Hallo aruba,

    haben Sie in Paris einen übern Durst getrunken?

  • Ein Programm mit vielen ausgabenwirksamen Versprechen und wenig Aussagen zur deren Finanzierung! Französische Ökonomen haben nachgerechnet, dass selbst unter optimistischsten Annahmen (z.B. die Reichen bleiben alle im Land, Frankreich wird nicht weiter herabgestuft usw. ) mindestens 11 Mrd. Euro fehlen. Wo die herkommen sollen, wurde bisher von den französichen Sozialisten elegant verschwiegen. Sie befinden sich dabei in bester Gesellschaft zu ihren deutschen Gesinnungsgenossen, die ihre Träume vor allem mit der Bankenabgabe (die in Wahrheit eine Bankkundenabgabe ist) finanzieren wollen (u.a. Gabriel im ZDF-Heutejaournal gestern abend). Wieviel realistischerweise (London freut sich schon) dabei zu erzielen ist, wird natürlich nicht genannt. Jeder, der heute einen Bratwurststand eröffnen will, muss eine Businssplan vorlegen. Die Parteien kauft man jedoch Luftbuchungen ab.

  • Die Eurafanatiker haben es immer noch nicht begriffen: der Zug fahrt gegen die Wand, Deutschland wird von den anderen heruntergezogen und ertrinkt, wenn es auf der Euroschiene so weitermacht. Deutschland muss sich also erst einmal freischwimmen, und das heisst, eine eigene Deutsche Wahrung.

    Das Gegenargument der Aufwertung muss man auch ein wenig differenzierter betrachten:

    1. DM Aufwertung hatten wir standig seit der DM Einfuhrung und hat Deutschlands wirtschaftlichen und sozialen Wiederaufstieg nach dem Krieg doch nicht aufgehalten, sondern ganz in Gegenteil das Deutsche und in der ganzen Welt bewunderte Wirtschaftswunder erst hervorgebracht!

    2. 40% der Exportprodukte werden sind selbst Importprodukte und werden also billiger durch eine Aufwertung der DM.

    3. Fuhrt eine Aufwertung der DM zu mehr Kaufkraft der Deutschen Bevolkerung, das heisst, der deutsche Arbeitnehmer kriegt wieder etwas mehr fur sein Geld statt standig zu verlieren seit dem Euro! Das ist die sogenannte Sozialdividende. Deshalb ist ja auch der Lebensstandart in starken Wahrungslandern wie der Schweiz und in der Bundesrepublik zu DM Zeiten so hoch gewesen!

    4. Eine starkere DM fuhrt zu mehr Innenkaufkraft und damit mehr Importen, was anderen Landern zugute kommt und Ihre Wirtschaftleistung fordert und ihnen hilft, von Transferleistungen abhangig zu sein.

    5. Die relativen Abwertungen der greichischen Drachme, der italienischen Lira und des franzosischen Franc fuhren zu deren Wettbewerbsstarkung und damit der Moglichkeit, wirklich und nicht auf Pump anderer zu wachsen.

    6. Summa summarum wird Europa und die Welt nicht starker, wenn die letzten noch funktionierenden Wirtschaften auch noch kurzsichtig kaputtgemacht werden.

    Deswegen brauchen wir in Deutschland und in Europa die anderen wieder unsere eigenen Landerwahrungen, um dadurch wirtschaftlich wieder in Fahrt zu kommen.

  • Der Euro ist für Deutschland der beste Wettbewerbsfaktor, den wir uns vorstellen können, solange die Krisenländer in der Krise sind. Es klingt zynisch, wirkt sich aber tatsächlich für Deutschland positiv aus. Für außereuropäische Länder ist Deutschland wie ein Duty-Free shop für Reisende. Beste Qualität zum günstigen Preis.
    Hätten wir die DM, dann wären zwar unsere Staatsanleihen noch gefragter, die DM stünde aber dann zum Dollar auf Rekordniveau. Vermutlich auf 4 Dollar für eine DM. Dann würde Mercedes seine E-Klasse für über 100.000 $ in USA anbieten müssen. So ginge es auch mit Audi, Porsche, Volkswagen und so weiter. Dann hätten wir keine Ausgleichslasten unserer europäischen Partner mehr zu tragen, die Arbeitsplätze in Deutschland würden aber nach Frankreich, Spanien oder Italien abwandern. Die Folgen: Hohe Arbeitslosigkeit, erhöhte Staatsschulden, steigende Schuldzinsen usw. usw.
    Deshalb: wir müssen den Euro fördern und unseren Nachbarn helfen in einer Balance, wie Frau Merkel es bisher erfolgreich getan hat, zum Wohle der schwachen Nachbarn und zum Wohle der der deutschen Wettbewerbsfähigkeit.

  • Stimmt, D-Mark Aufwertungen gab es früher schon, nur dass der Anteil des Exports am BIP vor der Euro-Einführung bei ca. 25% und heute bei knapp 50% liegt. Aber das ist sicher völlig unrelevant ...

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