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Wahlverschiebung wegen Boko Haram Terrormiliz bringt Nigeria zum Einknicken

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Neue Angriffe verunsichern Südosten des Landes

Die Islamistengruppe Boko Haram hatte in den vergangenen Monaten in dutzenden Städten und Dörfern im Nordosten des Landes die Kontrolle übernommen. Hunderttausende Menschen sind vor den Gräueltaten der islamistischen Gruppierung geflohen.

Am Sonntag griffen Boko-Haram-Kämpfer erneut die Grenzstadt Diffa im Südosten des Nachbarlandes Niger an. Dort wurden bei einer Explosion am Sonntag mindestens ein Mensch getötet und zehn weitere Menschen verletzt, wie Zeugen und Krankenhausmitarbeiter sagten. Die Explosionsursache war zunächst unklar.

Boko Haram kämpft für einen islamischen Staat im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias. Seit dem Jahr 2009 tötete die Gruppe bei Angriffen auf Polizei, Armee, Kirchen und Schulen nach offiziellen Angaben mehr als 13.000 Menschen.

In den vergangenen Wochen verstärkte die nigerianische Armee mit Unterstützung durch Soldaten aus dem Tschad, Kamerun und Niger den Kampf gegen die Islamisten. Nigeria und seine Nachbarländer Benin, Niger, Kamerun und Tschad beschlossen am Samstag die Schaffung einer regionalen Eingreiftruppe aus 8700 Soldaten, Polizisten und Zivilisten im Kampf gegen Boko Haram.

Im jüngster Zeit war die Miliz auch auf Gebiete der Nachbarstaaten vorgedrungen - so griff sie am Freitag erstmals zwei Städte in Niger an. Die Offensive wurde jedoch von der nigrischen Armee mit Hilfe von tschadischen Soldaten zurückgeschlagen.

  • afp
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