Wanzen installiert NSA spähte Frankreichs Außenministerium aus

Der US-Geheimdienst NSA hat offenbar auch das französische Außenministerium ausgespäht. In den französischen Vertretungen in Washington und bei den Vereinten Nationen soll die NSA Wanzen installiert haben.
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Das Logo vor der Zentrale der National Security Agency (NSA) Quelle: dpa

Das Logo vor der Zentrale der National Security Agency (NSA)

(Foto: dpa)

Hamburg/ParisNach einem Bericht des „Spiegel“ interessierte sich die NSA besonders für das Computernetz, in dem Botschaften, Konsulate und Ministerium miteinander verbunden sind. Das geht nach Angaben des Magazins aus einem NSA-Dokument vom Juni 2010 hervor. Die Aktionen gegen das Außenministerium seien eine „Erfolgsstory“, heißt es laut „Spiegel“ in dem als „streng geheim“ eingestuften Papier. In den französischen Vertretungen in Washington und bei den Vereinten Nationen soll die NSA Wanzen installiert haben, in New York seien Screenshots gesammelt worden.

Eine nachrichtendienstliche Prioritätenliste der USA führt Frankreich dem Bericht zufolge als offizielles Aufklärungsziel der US-Geheimdienste. Die NSA interessierte neben der Außenpolitik vor allem die französische Waffenindustrie, sowie die wirtschaftliche Stabilität des Landes. Frankreichs Präsident François Hollande drohte bereits Anfang Juli, die Verhandlungen über das Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und den USA auszusetzen, und forderte Garantien der US-Regierung, dass es keine weitere Spionage geben werde.

  • dpa
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5 Kommentare zu "Wanzen installiert: NSA spähte Frankreichs Außenministerium aus"

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  • Allerdings basiert ein Bleistift auf einer graphithaltigen weichen Mine, die beim Gleiten über Papier einen Abrieb auf diesem hinterläßt. Mikroskopisch kleine Graphitteilchen sind dabei als freie Partikel unterwegs von uns nicht wahrnehmbar. Diese Teilchen sind elektrisch leitend und könnten somit zum Kurzschluß in der Elektronik der Raumkapseln oder -Stationen führen. Da sind die Russen im Umgang mit Menschenleben schon immer etwas rustikaler als der Westen gewesen. Mir wäre als Insasse einer solchen Kapsel ein belächelter amerikanischer Spezialschreiber lieber als ein Bleistift den ich auch noch mit dem Spitzer aus dem mitgebrachten Schlamperetui spitzen müßte.

  • Mit NSA haben die USA der Welt gezeigt, wie sie wirklich mit anderen Ländern umgehen. Traurig nur, dass unsere Angela wendehals uns an diese feindliche Nation auch noch verraten hat.

    Aber NSA zeugt der Welt endlich wo Feind und Freund wirklich sind.

  • hehe.lustig.
    Besonders nachdem Kerry gestern die Briten brüskierte
    und Frankreich seinen ältesten Verbündeten nannte.
    Nur weil Camerons Kriegsgeheul so wenig Anklang fand.
    Hollande dieses Rumpelstilzchen,wird auch wenig
    amused sein.


  • "Letzten Endes bleibt nur die Kurierpost."
    ---
    Und hoch geheimes einfach auf Schreibmaschine oder per Hand schreiben: Russischer Pragmatismus.
    Die Russen waren auf ihre Art schon immer genial. Ich erinnere mich noch an den lustigen Fernsehspot, in dem die NASA damit warb, eine Million US$ für einen Kugelschreiber investiert zu haben, der auch unter Schwerelosigkeit schrieb. Der Spot endete mit:
    "Und so lösten die Russen das Problem!", während eine Männerhand eine frisch gespitzten Bleistft auf den Tisch legte. Kostenpunkt: Ein paar Kopeken! :-)

  • "Garantien der US-Regierung (oder anderen Staaten), dass es keine weitere Spionage geben werde" gibt es in diesem Geschäft nicht. Da hilft nur Abstand halten und sich vorsehen. Letzten Endes bleibt nur die Kurierpost. Das sollte sich ein Staat leisten können, vor allem, wenn er eine nationale Airline hat und subventioniert.

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