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Warnung an die Regierung Nicht noch ein verlorenes Jahrzehnt in Europa!

Der US-Ökonom und Nobelpreisträger Joseph Stiglitz kritisiert Deutschlands Europapolitik scharf. Merkels Sparkurs sei gescheitert. Stiglitz fordert eine vollständige Bankenunion und eine gemeinsame Schuldenaufnahme.
5 Kommentare
Nobelpreisträger Joseph Stiglitz warnt die Bundesregierung. Quelle: ap

Nobelpreisträger Joseph Stiglitz warnt die Bundesregierung.

(Foto: ap)

DüsseldorfDer amerikanische Ökonomie-Nobelpreisträger, Joseph Stiglitz, attackiert die Bundesregierung für ihre Europapolitik. Der von Bundeskanzlerin Angela Merkel für Europa verordnete Sparkurs sei „gescheitert“.

„Europa hat schon ein verlorenes Jahrzehnt erlitten und es droht ein weiteres, wenn sich nichts ändert“, sagte Stiglitz in einem Interview mit dem Handelsblatt (Dienstagausgabe).

„Hohe Arbeitslosigkeit, niedrigere Löhne und geschwächte Sozialsysteme – all das wurde im Namen der Euro-Rettung in Kauf genommen“, sagte Stiglitz.

Stiglitz fordert eine vollständige „Bankenunion mit gemeinsamer Einlagensicherung“, einen gemeinsamen Solidaritätsfonds und eine „gemeinsame Schuldenaufnahme“, also eine Art Eurobonds. Deutschland müsse als größte Volkswirtschaft in Europa am Ende ohnehin die Rettungskosten tragen. Eine Einführung von Eurobonds sei der günstigere Weg.

Außerdem warnte Stiglitz vor der wachsenden Ungleichheit in den Gesellschaften infolge der ultralockeren Geldpolitik. Diese Geldpolitik treibe die Aktienmärkte ständig auf neue Hochs, wovon „vor allem die Reichen profitieren“, so Stiglitz.

„Aus diesem Grund plädiere ich dafür, dass die Fiskalpolitik den entscheidenden Beitrag zur Überwindung der Krise leisten muss. Denn sie kann viel zielgerichteter sein als die Geldpolitik“, sagte Stiglitz.

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5 Kommentare zu "Warnung an die Regierung: Nicht noch ein verlorenes Jahrzehnt in Europa!"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • „Stiglitz fordert eine vollständige „Bankenunion mit gemeinsamer Einlagensicherung“, einen gemeinsamen Solidaritätsfonds und eine „gemeinsame Schuldenaufnahme“, also eine Art Eurobonds.“

    Genau das ist im Sinne der Amerikaner und würde die EU ihnen gegenüber noch weiter schwächen. Den Garaus würde die Aufnahme der TR in die EU bedeuten und daran arbeiten sie noch.

    „Eine Einführung von Eurobonds sei der günstigere Weg.“

    Das könnte ihm so passen. Die Rückführung der Eurostaaten in ihre nationale Währung böte den PIGS die Möglichkeit die Wechselkurse anzupassen und so wieder Konkurrenzfähig zu werden. Die Einheitswährung Euro konnte nur scheitern, weil zu viel Unterschiede zwischen den Teilnehmern bestehen. Dies war schon vor der Einführung bekannt und wurde schon damals von Kritikern dieses Währungsverbundes thematisiert. Leider sind Politiker beratungsresistent und hebelten zu allem Überfluß auch noch die Regeln aus. So haben wir jetzt die Zustände, die es durch einhalten der immer noch bestehenden Regeln nicht gäbe.

  • Wo war meine Meinung unsachlich, liebe HB-Redaktion???

  • Hohe Arbeitslosigkeit, niedrigere Löhne und geschwächte Sozialsysteme – all das wurde im Namen der Euro-Rettung in Kauf genommen“, sagte Stiglitz

    Und es wird weitergehen.
    Hat wer wirklich geglaubt, jetzt ist Schluß mit der Alimentierung von Club Med.
    Rettungsfond auf Rettungsfond, Bankenhaftungsunion und jetzt die Sanierung der Bankbilanzen durch den Steuerzahler mit erst einmal 1 Billion.
    Daß dies alles durch D nicht zu stemmen ist, dürfte jedem klar sein. Ob die AFD noch schlimmeres verhüten kann, bezweifle ich. Sie ist zu schwach und der Wähler zu einfältig.
    Also hat Herr Stiglitz gar nicht so unrecht.

    Trotzdem schönen Tag noch.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • „gemeinsame Schuldenaufnahme“, also eine Art Eurobonds.

    Bla,Bla
    ein wahrer Vertreter seiner Art. Wo bleibt Soros?
    Wissen Sie auch schon, was der sagt?

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