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Was das Ausland über uns denkt Die Wut der Griechen

Bundespräsident Gauck besucht Athen. Doch dort ist man nicht gut auf Berlin zu sprechen, „Merkelist“ ist die schlimmste Beschimpfung. Deshalb lügt unser Korrespondent schon mal, wird er nach seiner Nationalität gefragt.
34 Kommentare
Schmähungen: Viele Griechen sind im sechsten Jahr der Rezession wütend auf Deutschland und die Deutschen. Und so wird Angela Merkel schon mal als Hitler gezeigt.

Schmähungen: Viele Griechen sind im sechsten Jahr der Rezession wütend auf Deutschland und die Deutschen. Und so wird Angela Merkel schon mal als Hitler gezeigt.

Ich gestehe: Ich habe gelogen. Aber es war eine Art Notlüge, neulich, auf dem Weg vom Athener Flughafen zu meiner Wohnung. Es war spätabends, ich war müde, der Taxifahrer schlecht gelaunt. „Ich warte hier seit fünf Stunden“, knurrte er ungefragt beim Einladen des Gepäcks - als wäre ich zu spät gekommen.

Im Autoradio läuft eine Meldung: Bundeskanzlerin Merkel wolle vor der Europawahl Griechenland nicht mit weiteren Hilfen entgegenkommen, um der AfD keine Munition zu liefern.

Der Fahrer dreht lauter, blickt mich prüfend im Rückspiegel an und fragt: „Wo kommen Sie her?“ Ich ahne, was mir jetzt bevorsteht: Ein endloses Streitgespräch über die Krise und die Rolle der Deutschen. „Aus Zürich“, lüge ich und denke an die Maschine der Swiss, die gleich neben meinem Lufthansa-Airbus zum Gate rollte. „Schweizer?“ fragt der Fahrer. Ich nicke stumm. Einen Vortrag über Merkel und Schäuble musste ich mir trotzdem anhören. Aber wenigstens saß ich auf dem Rücksitz diesmal nicht auf der Anklagebank.

Lesen Sie diesen und andere Artikel in unserem Dossier „Wie das Ausland uns Deutsche sieht“, erhältlich als PDF im Kaufhaus der Weltwirtschaft.

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34 Kommentare zu "Was das Ausland über uns denkt: Die Wut der Griechen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • „Das interessiert mich nicht“, entgegnet der Fahrer, fährt rechts ran und sagt: „Ich fahre keine Deutschen.“
    ........Jeder vierte Grieche sieht in Deutschland sogar eine „Bedrohung“. Noch mehr Angst als vor den Deutschen haben die Griechen nur vor ihren Erbfeinden, den Türken. (Zitate)

    Ja- das klingt "böse" aber informativ. Vor lamger,langer Zeit erzählte mir ein ägyptischer Berufs-Kollege hier in Deutschland einen Vergleich -etwa so : Zehn Ägypter zusammen entsprechen der Raffinesse schon nur einem Griechen . Ich hatte "auf Teufel komm raus" nicht mitbekommen , was der Ägypter nun eigentlich gegen die Griechen aussagen wollte. Schließlich hatte man bereits in der Schule die griechische Klassik so gelehrt, dass man nur die höchste Hochachtung gegenüber Griechenland bekam. Man sollte natürlich nicht alles gleich ernst nehmen. Aber zur Zeit herrscht ein verdammt kleinkarierter "Kulturkrampf", den man lieber gleich vergessen sollte.

  • Die Wut eines Bankroteurs, also eine s.g. Versagers oder auch Blindgänger.

    Muss man sich mit solchen Leuten sachlich unterhalten?

    Ich sehe klare Verständnisprobleme!

  • Danke, nun brauche ich Berichte Ihres Korrespondenten Gerd Hoehler erst garnicht lesen, da er gerne mal luegt. Kindisch, ein Grieche wuerde zu seinem Land stehen. Aber so sind halt die Deutschen.
    Wuerde er wenigstens Baron v. Muenchhausen nacheifern, aber noch nicht mal dazu faehig!

  • Was für ein Käs!

  • @ Fredi

    Zitat : Beleidigen sie mal die Ossis nicht, die mögen den auch nicht!

    - habe keinesfalls Ossis beleidigt....wie kommen Sie dazu..?

    Habe Fakten wiedergegeben......Gauckler ist ei Ossi-Pfaffe !

  • Die Griechen sind schlau und wütend. Schlau, weil sie seit Jahren EU-Subventionen in vielfacher Milliardenhöhe nehmen, an denen die Bundesrepublik mit ca. 30 % beteiligt ist, schlau, weil sie bei jedem Schuldenschnitt oder Quasi-Schuldenschnitt (niederer Zinssatz, verlängerte Kreditlaufzeit) bei den Deutschen Milliarden-Schäden hinterlassen (zuletzt über die Hypo Real Estate), schlau, weil sich auch noch Kriegsreparationen in astronomischer Höhe von den Deutschen fordern, und, zu guter letzt wütend auf D, weil sie letzteres nicht auch noch bekommen. Den Frust und Hass der Griechen müssen wir aushalten. Machen wir künftig also Urlaub in der Türkei. Adieu Santorin.

  • Die Griechen sind schlau und wütend. Schlau, weil sie seit Jahren EU-Subventionen in vielfacher Milliardenhöhe nehmen, an denen die Bundesrepublik mit ca. 30 % beteiligt ist, schlau, weil sie bei jedem Schuldenschnitt oder Quasi-Schuldenschnitt (niederer Zinssatz, verlängerte Kreditlaufzeit) bei den Deutschen Milliarden-Schäden hinterlassen (zuletzt über die Hypo Real Estate), schlau, weil sich auch noch Kriegsreparationen in astronomischer Höhe von den Deutschen fordern, und, zu guter letzt wütend auf D, weil sie letzteres nicht auch noch bekommen. Den Frust und Hass müssen wir aushalten. Machen wir künftig also Urlaub in der Türkei. Adieu Santorin.

  • @ j.m.

    Stimmt - das ist es, was die Menschen wollen - Ihren Frieden. Also was interressiert es denn den "Normalbürger", wie es anderen geht?

    Menschen sind einfach getrickt:
    1. komme ich (der Normalbürger/Wähler)
    2. die Familie
    3. die Freunde/Bekannten - oder war das 10.?

    Wenn man als Politiker diese 3 Punkte einigermassen befriedigt hat, kann man sich auf den Wahlsieg freuen ;-)

    Dies ist schon seit ewigen Zeiten so!

    Ergo - solange es den Menschen in Deutschland/Europa relativ gut geht, wird sich nichts ändern - Punkt.

    Veränderungen entstehen nur durch Unzufriedenheit, Hungersnot und Überlebensangst. Wobei die letzten beiden Punkte zu Bürgerkrieg/Massenaufstand führen werden, wenn die kritische Masse überschritten ist. Wo diese liegt, das hängt von der Mentalität und Größe der Bevölkerung ab.

    Fazit: Der Mensch ist eben doch nur ein "Tier" und wird durch seine Instinkte gesteuert. Diese lauten "eigenes Überleben und Überleben der Meute sichern" ;-)

    Und wenn man das beherzigt, dann weiss man auch, warum Merkel wiedergewählt wurde - weil es den Deutschen unter ihrer Regierung doch noch relativ gut geht (zumal wenn man andere Länder betrachtet).

  • Warum meckern über 40% haben Frau Merkel gewählt, ich gehöre nicht dazu. Der Bürger sollte lagsam mal nachdenken wen er zu nächten Wahl wählt. "Aber solange es mir gut geht, ich jeden Monat mein ordentliches Gehalt bekomme, in Urlaub fliegen kann und meine Bedürfnisse einigermaßen befriedigen kann was solls, dann interessiert mich Politik wenig." Das ist es doch was die Politik will.

  • Also, mich hätte bei dem Artikel interessiert, ob es vom Taxifahrer eine richtige Quittung gab. Eine USt. und so.

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