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Was kostet uns die Ukraine? Die Rechnung, bitte!

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Die Milliarden-Zusagen von EU und IWF

Trotz der Kosten hält Berenberg-Ökonom Schulz Finanzhilfen für sinnvoll. „Militärisch kann die Ukraine die Krim nicht wiedergewinnen und die Ostukraine nicht sichern“, sagt er. Die langfristige Perspektive einer stärkeren Integration in die Europäische Union jedoch habe schon viele osteuropäische Länder stabilisiert, demokratisiert und zu verlässlichen Partnern gemacht. 

Der Internationale Währungsfonds (IWF) und die EU haben solche Hilfen bereits in Aussicht gestellt. Sie könnten noch im April beschlossen werden. Die Europäische Union will zunächst elf Milliarden Euro bis 2020 geben. Die Hilfe soll aus drei Komponenten bestehen: 1. Kredite der Europäischen Investitionsbank (EIB) und der Europäischen Entwicklungsbank (insgesamt acht Milliarden Euro) 2. Makrofinanzhilfen (1,6 Milliarden Euro) 3. Entwicklungszusammenarbeit und Nachbarschaftshilfe  (1,4 Milliarden Euro).

EIB-Darlehn würden zum Beispiel für Infrastrukturprojekte wie zum Beispiel eine Eisenbahnstrecke vergeben. Makrofinanzhilfen sind zur Krisenbewältigung gedacht. Voraussetzung für sie ist, dass es ein IWF-Programm mit Auflagen für die Ukraine gibt: Die EU finanziert diese Finanzdarlehn über Anleihen am Kapitalmarkt.

Zunächst einmal dürften sich diese Zusagen kaum auf den deutschen Haushalt auswirken. Das Geld für die Nachbarschaftshilfe ist ohnehin im EU-Haushalt eingeplant. Auch 600 Millionen Euro Makrofinanzhilfen sind bereits eingeplant. Um eine weitere Milliarde an Makrofinanzhilfen am Kapitalmarkt aufzubringen, muss die EU haushaltswirksame Garantien in Höhe von 90 Millionen abgegeben. Am EU-Haushalt hat Deutschland einen Anteil von etwa 20 Prozent, der Anteil an der Europäischen Investitionsbank liegt bei rund 16 Prozent. Auch an den IWF-Hilfen für die Ukraine ist Deutschland entsprechend seines Kapitalanteils von 5,8 Prozent beteiligt. Der IWF will der Ukraine mit bis zu 13 Milliarden Euro helfen.

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34 Kommentare zu "Was kostet uns die Ukraine?: Die Rechnung, bitte!"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Zitat : Ohne Finanzhilfen steht die Ukraine vor dem Bankrott

    ja und? es sind schon andere Staaten pleite gegangen und die gibt es immer noch - wo ist das Problem?

    Ach ja - die Ukaine könnte sich dann gen Osten an Russland wenden...
    Ja und? Verflixt und zugenäht, das interessiert mich nicht. Von mir aus soll doch die Ukraine zu Russland gehen...

    Wo ist das Problem?? Was verlieren wir??

    Nix!!

    So - ein Teil unserer Rente wird da verfeuert - ein Teil unserer Beiträge zu den KVs wird da verfeuert. Unsere Straßen haben Schlaglöcher - unsere Bahnstrecken sind veraltetr - aber wir wollen der Ukraine neue Straßen und Bahnstrecken bezahlen?

    NEIN! Das Volk will das nicht!

    ES REICHT!

  • Als nächstes finanzieren wir dann die Wiedervereinigung von Nord-und Südkorea. Liegt ja auch auf der Hand, denn die Einwohner dieser Länder wissen bestimmt besseres mit ihrem eigenem Geld anzufangen.

  • Pod stolom uwidimsja

    (unterm tisch sehen wir uns wieder)

  • Pod stolom uwidimsja

    (unterm tisch sehen wir uns wieder)

  • Pod stolom uwidimsja

    unterm tisch sehn wir uns wieder..

  • Am 25. Mai kann Zahltag sein !

  • Klasse! Wirklich treffend, danke dafür!

  • @hardie: Zwar die gleichen Zuschreibungen, aber nun ist Romney auf einmal doch wieder genau so eine Marionette wie Obama? Sie widersprechen sich.

  • [...]
    Nochmal, weil sich das 1990 nicht gelohnt hat. Die Gaspreise waren zu niedrig und horizontales Bohren sogut wie unmöglich.

    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Nochmals: Warum hat dann die Ukraine nicht schon 1990 mit Fracking angefangen?

    Hoffentlich gibt es neben der Grundwasserverseuchung in Zukunft dann nicht auch noch eine Zunahme von Erdbeben,wenn Gottes Erdboden dann so richtig gefrackt ist.

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