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Wasserkraft Norwegen empfiehlt sich als „Batterie Europas“

Bis 2050 sollen 80 Prozent des Stroms in Deutschland aus Erneuerbaren Energien kommen. Das Problem dabei: mal scheint die Sonne nicht, dann geht wieder kein Wind. Norwegen will helfen. Der in norwegischen Wasserkraftwerken gewonnene Strom könnte bei Bedarf Erzeugungsschwankungen in Deutschland ausgleichen.
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Wenn die Sonne in Deutschland mal nicht scheint, sollen norwegische Wasserkraftanlagen für Strom sorgen. Quelle: dpa

Wenn die Sonne in Deutschland mal nicht scheint, sollen norwegische Wasserkraftanlagen für Strom sorgen.

(Foto: dpa)

BERLIN. Norwegen will dabei helfen, den Umbau der Energieerzeugungsstruktur in Deutschland zu bewältigen. Sein Land könne "eine wichtige Rolle für die Stabilisierung der Energieversorgung" hierzulande spielen, sagte der norwegische Außenminister Jonas Gahr Støre dem Handelsblatt.

Deutschland steht vor einem grundlegenden Wandel der Stromerzeugung. Nach den Plänen der Bundesregierung sollen die erneuerbaren Energien 2050 bereits 80 Prozent des Stroms liefern. Derzeit sind es 16 Prozent. Da die Sonne nicht immer scheint und der Wind nicht immer weht, steigt mit dem wachsenden Anteil der Erneuerbaren die Volatilität der Stromerzeugung. Zum Ausgleich sind Stromspeicher und mit Gas betriebene Reservekraftwerke erforderlich, die besonders schnell zu- und wieder abgeschaltet werden können.

An dieser Stelle kommt Norwegen ins Spiel. Das Land ist bereits heute nach Russland Deutschlands zweitwichtigster Gaslieferant und sieht zusätzliche Marktchancen durch die Belieferung neuer Gaskraftwerke in Deutschland. Außerdem verfügt das Land über enorme Wasserkraftkapazitäten. Der in norwegischen Wasserkraftwerken gewonnene Strom könnte bei Bedarf Erzeugungsschwankungen in Deutschland ausgleichen.

"Sowohl mit Gas als auch mit Wasserkraft sind wir ideale Partner für die Umsetzung der deutschen Ziele", sagte Støre. Mit Blick auf die Wasserkraft sei ihm die Rolle seines Landes als "Batterie Europas" sympathisch, sagte der Minister. Es sei für ihn ein "faszinierender Fakt, dass gerade in Deutschland dieses Potenzial Norwegens gesehen wird". Für die stark auf Windenergie fußende dänische Stromerzeugung übernehme Norwegen bereits heute mit seiner Wasserkraft eine wichtige Back-up-Funktion. Nach Angaben Støres befassen sich "alle norwegischen Energiekonzerne mit diesem Thema". Zusätzlich sind mit "NorGer" und "NordLink" bereits zwei Seekabelverbindungen zwischen Norwegen und Deutschland in der Planung, um den Strom von Norwegen nach Deutschland zu bringen. An beiden Projekten ist der staatliche norwegische Netzbetreiber Statnett beteiligt.

Das Problem der Volatilität ist die Achillesferse der erneuerbaren Energien. Insbesondere die Potenziale für die zum Ausgleich von Schwankungen dringend erforderlichen Pumpspeicherkraftwerke sind in Deutschland stark begrenzt. Nach Berechnungen des Flensburger Energiewissenschaftlers Olav Hohmeyer ließen sich die norwegischen Wasserkraftkapazitäten mit geringem Investitionsaufwand so umbauen, dass sie Deutschlands Bedarf an Ausgleichsenergie bei einem Umstieg auf eine regenerative Versorgung komplett decken könnten - ohne die Stromversorgung für Norwegen selbst auch nur annähernd zu beeinträchtigen.

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  • Mit dem fischökologischen Laufwasserkraftwerk Kegelturbine ist die Übereinstimmung von wirtschaftlichen mit ökologischen Interessen gelungen.

    www.emowa.eu

  • Mit dem fischökologischen Laufwasserkraftwerk Kegelturbine ist die Übereinstimmung von wirtschaftlichen mit ökologischen Interessen gelungen.Es soll das erste fischökologische Laufwasserkraftwerk der Welt werden, das in wenigen Monaten in Deutschland in Betrieb gehen wird. Die Kegelturbine ist das erste Kraftwerk, mit dem man gleichzeitig die Gesamtheit der künstlichen und natürlichen Fließgewässer der Erde energetisch ausnutzen kann.www.habek-wasserkraftwerke.de/www.emowa.eu

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