Wegen Geiseldramas verschoben Cameron hält Europarede diese Woche

Was David Cameron zu Europa sagen will, ist schon durchgesickert. Wie er sagen wird, klärt sich diese Woche. Dann will der Premierminister seine verschobene Rede nachholen. Seine Worte werden Europa beunruhigen.
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Will sich zu Großbritanniens Europapolitik sprechen: David Cameron. Quelle: dpa

Will sich zu Großbritanniens Europapolitik sprechen: David Cameron.

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LondonGroßbritanniens Premierminister David Cameron soll seine mit Spannung erwartete Europarede nun in der kommenden Woche halten. Zeitpunkt und Ort würden am Montag bekanntgegeben, sagte Außenminister William Hague am Sonntag der BBC. Eigentlich wollte Cameron die Rede bereits am Freitag in den Niederlanden halten, verschob sie aber wegen des Geiseldramas in Algerien.

Nach Ansicht von Cameron wird Großbritannien aus der Europäischen Union driften, sollte sich die Staatengemeinschaft nicht reformieren. Dies ging aus vorab an Journalisten verteilten Teilen der Rede hervor.

Demnach sind für Cameron die Probleme der EU die Euro-Schuldenkrise, die schwächelnde Wettbewerbsfähigkeit und die schwindende öffentliche Unterstützung – vor allem in Großbritannien. Die Bürger auf der Insel seien frustriert, dass die Entscheidungen immer weiter weg von ihnen getroffen würden. "Wir wollen bessere Beziehungen zur EU und wir wollen Änderungen bei den Beziehungen", sagte Hague.

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7 Kommentare zu "Wegen Geiseldramas verschoben: Cameron hält Europarede diese Woche"

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  • Wenn das, was vorab bekannt wurde stimmt, dann hat Herr Cameron meinen Respekt verdient. Man muss sich nicht gleich mit Händen und Füßen wehren, aber das momentane EU-Konstrukt ist ein Klapperkasten mit scharfen Kanten. Mit Völkern wird gespielt wie beim Schach, die Vertreter nur schwammig demokratisch legitimiert. Die Briten waren schon immer skeptisch, daher verwundert es auch nicht, dass sie die ersten sind, die auf das offene Getriebe hinweisen.

    Wirtschaftlich mag die EU wichtig in der Welt sein, aber ich bin klarer Befürworter souveräner europäischer Staaten.

  • Wovor die meisten EU-Befürworter Angst haben, ist die Vorstellung, beim Grenzübertritt nach Spanien oder Italien wieder den Pass vorzeigen zu müssen und - noch schlimmer -
    ihr Geld in eine fremde Währung umtauschen zu müssen. Seltsam: ganz viele Leute fliegen
    in Urlaub. Am Flughafen muss man 2-3 Stunden früher da sein. Man muß sich einer peniblen Körper- und Handtaschenuntersuchung unterziehen. Und auch der Pass und die
    anderen Papiere werden genau geprüft. Alles ohne Murren. Und beim Flug in die USA
    haben bisher auch alle den Umtausch von Euro in Dollar überlebt.

  • Cameron is fully right ! EU has to change the way of the current damn TOP-DOWN-Politikstyle. It can't be like a design of a jacket whitch must be used by someone. No. Firstly the people have to be asked - and most of them say "NO". Torries and other EU-critical parties are fully right to limit the power of Mr. Barroso and Rompuy who are never elected by the soverain people. Freedom and independency of the particular people of europe's sovereigns must remain und will be defended. == Rompuy is not the King of Europe and will never be == He is buying his desired politics with german tax-money. Thats not democracy.

    The socialism way of the EU is the false direction. Thats all what I have to say in the name of Cromwell and Lord Nelson who fighted for freedom and independency in the past.

    I am a german conservative but british in terms of support for Mr. Camerons awaited speech and it's topics. Money can't buy freedom and dignity.

    Tony Blair would have been the better choice on the place of Rompuy but Merkel has chosen damn Rompuy who behaives as a european general-dictator.

  • Deutschland fehlt ein Cameron, der mutig die Interessen seiner Wähler vertritt, statt sie zu beliebig zu schröpfenden Spielbällen maroder, korrupter Staaten und fragwürdiger Seilschaften zu machen. Platt (oder auch korrupt) ist nicht die Kritik an der durch keinerlei Eingriffs- und Sanktionsmöglichkeiten gesicherten, sozialistischen und wettbewerbswidrigen Transferunion, sondern ihre Befürwortung. Und: Ein Austritt aus der Transferunion heißt keinesfalls ein Zusammenbruch der EU, die vor der Transferunion erheblich besser und gesünder funktioniert hat. Gerade die nur bestimmten Seilschaften nützende Transferunion hetzt die Völker aufeinander und schafft ein explosives nationalistisches Gemisch, das sich ohne Kurswechsel irgendwann gewaltsam entladen wird. Es gibt eine Fülle intelligenter Alternativen, die aber von eben diesen profitierenden Seilschaften systematisch blockiert, diffamiert und geleugnet werden.

  • Das sind typisch deutsche underdogs, mitreden aber keine blasse Ahnung. Mall, ja Malle, Schinkenstrasse und Ballermann, Deutschlkand sucht den superstar, etc., etc. das ist IHRE Welt!

  • ja Tunnel zu und aus.
    Sie wollen also gleich der der gesamten Yellow Press behaupten, daß die Noch-EU-Bürger wieder alle paar Kilometer den Pass zeigen müssen, gegebenfalls nach Venlo oder Malle (oh Graus) ein Visum brauchen, sich wegen Kaffeschmuggels an der Grenze D/NL abschießen lassen, es wieder eine Million Standards zum gleiche Thema gibt, usw.,usw.
    Verehrter Herr Fakten: vorm Abschreiben der Bildzeituing bitte Gehirn einschalten und nicht Deutschland mit der Pirateninsel verwechseln.
    Ich bin zwar auch kein Fan vom Bundeskartoffelsack aber man kann's auch schlimnmer treffen: z.B mit diesem Clown von der Insel.

  • Auch die deutschen Bürger sind frustriert auf diese bevormundende Wasserkopf-EU. Dürften die Bürger entscheiden, wäre diese EU weg vom Fenster. So ein Gebilde fern der Bürger mit irrsinnigen Kosten kann nicht überleben. Die Briten haben mit ihrer großen Skepsis recht.

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