Wegen „Persönlichkeitsstörungen“ Transsexuelle dürfen in Russland kein Auto mehr fahren

Sexuelle Minderheiten wie Transsexuelle oder Transvestiten dürfen in Russland keinen Führerschein mehr besitzen. Das neue Gesetz schränkt die Rechte sexueller Minderheiten in Russland weiter ein.
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Teilnehmer der weltweit ersten transsexuellen Fashion-Show. Transsexuelle und andere sexuelle Minderheiten haben in Russland nun Führerscheinverbot. Quelle: Reuters

Teilnehmer der weltweit ersten transsexuellen Fashion-Show. Transsexuelle und andere sexuelle Minderheiten haben in Russland nun Führerscheinverbot.

(Foto: Reuters)

MoskauIn Russland ist die Einschränkung der Rechte von Bürgern aufgrund ihrer sexuellen Orientierung weiter verschärft worden: In dieser Woche trat ein Gesetz in Kraft, das es Transvestiten, Transsexuellen und anderen Minderheiten verbietet, einen Führerschein zu erwerben oder zu haben.

Auf der Liste von Menschen, denen das Autofahren verboten wird, stehen auch Fetischisten, Pädophile und Voyeuristen sowie Glücksspielsüchtige und Kleptomanen. Allen diesen Gruppen werden Persönlichkeitsstörungen attestiert, was sie zu einer Gefahr für den Straßenverkehr mache. Als Ziel der neuen Gesetzgebung wird angegeben, die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle zu reduzieren.

Das Gesetz ist sogar im Umfeld des Kreml umstritten. So erklärte Jelena Masijuk, Mitglied eines Gremiums, das Präsident Wladimir Putin in Fragen der Bürgerrechte berät, das Gesetz verstoße offenbar „gegen die Rechte russischer Bürger“. Sie verstehe nicht, „warum beispielsweise Menschen mit Vorliebe für sexuelle Fetische, Kleptomanen und Transsexuelle kein Auto fahren können“, schrieb sie auf der Website ihres Gremiums.

Auch die Vereinigung der russischen Anwälte für die Bürgerrechte kritisierte, das Gesetz "verstößt offensichtlich gegen internationale Normen und Standards". Die Rechte von sexuellen Minderheiten in Russland waren bereits in früheren Jahren eingeschränkt worden. So gilt bereits seit 2013 ein Gesetz, das positive Äußerungen über Homosexualität in Anwesenheit von Minderjährigen oder in Medien wie dem Internet unter Strafe stellt.

  • afp
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5 Kommentare zu "Wegen „Persönlichkeitsstörungen“: Transsexuelle dürfen in Russland kein Auto mehr fahren"

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  • @ Herr Jens Muche

    >> Dann dürften die auch nicht auf die Straße >>

    Auf die Strasse trauen sie sich von sich aus nicht. Ein Verweilen von diesen Artengeschützen auf Russischen Strassen ist sehr KURZLEBIG !

  • Mir scheint, es sollte auch erwähnt werden, dass wenn man in Russland über "Pädophile" spricht, man meistens Homosexuelle meint. Mit Kleptokraten meint man aber offenbar nicht Putins Kamarilla, das finde ich merkwürdig. Aber die haben ja auch Chauffeure, denen ist es wohl egal

  • @ Vittorio Queri „Erregung des öffentlichen Aufsehens.....im Auto.....lenkt ab und führt zu Unfällen.“

    Dann dürften die auch nicht auf die Straße, es könnte sein, daß dann einem Autofahrer die Augen aus dem Kopf fallen und er durch den Anblick dieser „Frauen“ einen Unfall verursacht.

  • >> „warum beispielsweise Menschen mit Vorliebe für sexuelle Fetische, Kleptomanen und Transsexuelle kein Auto fahren können“
    >>

    Erregung des öffentlichen Aufsehens.....im Auto.....lenkt ab und führt zu Unfällen.

    Absolut richtige Vorbeugemaßnahme.

  • Jetzt kapier ich, warum Putin einen Chauffeur hat.

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