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Weißrusslands Lukaschenko Europas letzter Diktator und seine Winkelzüge

Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko bietet seine Hilfe im Ukraine-Konflikt an und verfolgt damit nur ein Ziel: Den Fortbestand der letzten Diktatur Europas. Doch Väterchen Russland wird zur Bedrohung.
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Weißrusslands Präsidenten Alexander Lukaschenko (l.) und Russlands Kemlchef Waldimir Putin: Die Politiker verbindet eine Hassliebe. Quelle: dpa

Weißrusslands Präsidenten Alexander Lukaschenko (l.) und Russlands Kemlchef Waldimir Putin: Die Politiker verbindet eine Hassliebe.

(Foto: dpa)

Düsseldorf„Die letzte Diktatur Europas“ nannte die ehemalige amerikanische Außenministerin Condoleeza Rice einst den osteuropäischen Staat Weißrussland. Denn alle Macht liegt bei Präsident Alexander Lukaschenko. Von der Globalisierung will er sein Land abschotten, den westlichen Kapitalismus lehnt er ab und plädiert für eine neue Sowjetunion mit einer weißrussischen Teilrepublik.

Oppositionelle werden im Staate Lukaschenko als „vom Westen gekaufte Agenten“ und „Hooligans“ diffamiert und verfolgt. Dass Menschen von den Straßen der Hauptstadt Minsk verschwinden, ist den Menschenrechtsorganisationen Amnesty International und Human Rights Watch zufolge keine Seltenheit in einem Land, das sich nicht einmal die Mühe machte, seinen Geheimdienst nach dem Ende der Sowjetunion umzubenennen. Er trägt weiterhin den berüchtigten Titel KGB.

Obwohl Lukaschenko im eigenen Land Menschenrechte verletzt, totalitär regiert und als Vertrauter des gestürzten ukrainischen Ex-Präsidenten Viktor Janukowitsch gilt, soll er nun als Friedensrichter in der Ukraine dienen. Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko bat ihn am vergangenen Mittwoch um Hilfe im Konflikt mit den pro-russischen Separatisten im Osten des Landes.

Bei einem Treffen in der weißrussischen Hauptstadt Minsk sollen alle Konfliktparteien an einen Tisch gebracht werden – auch Vertreter der Separatisten, die sich bislang kategorisch weigerten, an Friedensgesprächen teilzunehmen. Davon profitiert vor allem Lukaschenko: Er hat die Krise geschickt genutzt, um sein Ansehen in der Region zu verbessern und seinen Wert gegenüber den westlichen Regierungen zu steigern.

Dass ausgerechnet Lukaschenko im Nachbarland zwischen erbitterten Gegnern vermitteln und Frieden bringen soll, ist das Ergebnis einer ausgeklügelten Taktik. Während sich der weißrussische Präsident in der Ukraine als Vermittler gibt, geht er mit Russland enge wirtschaftliche Beziehungen ein, die die jüngsten Sanktionen der EU gegen Moskau untergraben könnten.

Brexit 2019
Mit Moskau verbindet Weißrussland eine Hassliebe
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11 Kommentare zu "Weißrusslands Lukaschenko: Europas letzter Diktator und seine Winkelzüge"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Frau Andrea Merker
    auch uich schließe mich Ihrem Kommentar an.
    Ich habe das selbst gehrt von dem australischen OSZE-Beobachter

  • Illuminator
    Stimmt
    Polen hat ja der Merkel auch schon befohlen, dass sie andere Gasversorger finden soll  

  • "Lachen sie ruhig."

    Selbstverständlich lache ich Sie aus. Und vor allem lache ich darüber, wenn mir ein ausgewiesener Verschwörungstheoriker irgendwelche Kompetenzen und Fähigkeiten abspricht.

    Sie kennen mich doch überhaupt nicht - und genauso schlampig und substanzlos, ubgegründed bis unfundiert, wie Sie Ihr Urteil über mich fällen, beurteilen Sie auch Ihre Umwelt.

    Warum sollte ich Wert auf Ihr Urteil bezüglich der EU/Ukrainie/USA und sonst wie legen, wenn Sie schon bei den einfachsten Dingen so überfordert und schlampig sind? Sehen Sie - wer Sie ernst nimmt hat selbst schuld.

  • Naja, Hintergründe und Fachkenntnis ist nicht ihre Kernkompetenz. Und "schlau" wie sie sind, verwechseln sie immer wieder die Tatsachen mit dem, was sie iwo gelesen haben.

    Lachen sie ruhig.
    Wir lachen dafür über sie und ihre ablesenen Vermutungen und so hat jeder seinen Spaß.

  • Und um Gottes Willen spammen Sie doch nicht das ganze Forum mit Verschwörungsmüll und Werbung für Godemode-Trader zu. Nach dem 25. Beitrag hat glaube ich wirklich jeder Verstanden, dass Sie in einer ganz anderen Welt lebt als Sie.

  • "Und es gibt Tatsachen."

    Leider haben Ihre Ausführungen nicht allzuviel mit Tatsachen gemein. Das ist ja genau mein Problem - und das Problem der besser Informierten und Gebildeten - mit Ihnen: Diese Ansammlung von Verschwörungstheorien und Demokratieverachtung ist dermaßen lächerlich, dass Ihre selbstgefällige in beleidigender Absicht verfasste Erwiderungen in denen Sie mir in Ergreifender Unkenntnis meiner Person mir bestenfalls schallendes Gelächter entlockt.

  • [email protected] Maximilian Weißenfels

    Mit anderen Worten, sie wissen mal wieder nicht einmal, um was es überhaupt geht? Aber ihre fehlende Kenntnis der Tatsachen habe ich ja schon in einem anderen Zusammenhang kennen lernen dürfen.

    Sie haben IHRE Meinung
    Und es gibt Tatsachen.

  • "Journalismus vom Feinsten (natürlich aus dem Internet von Godmode-Trader)"

    Da erscheint mir der Herr Hellmeyer von Godmode doch ein wenig emotional zu werden. Sein Beitrag wirkt leider viel zu sehr aus der verzweifelten Perspektive einer misslungenen Spekulation geschrieben und ist zudem nur von wenig Sachkenntnis getrübt. Er bringt etwa Ursache und Wirkung durcheinander und verkennt die global politische Dimension von Putins Handeln, wenn z.B. in einer solchen Situation ein Militärmanöver abgehalten wird (Hinweis: Deeskalation geht anders!).

  • Hier die Seite mit dem Original Video, auch über YOUTUBE, vom Interview des kanadischen OSZE-Inspekteur Michael Bociurkiw.

    http://www.mmnews.de/index.php/politik/19289-mh17-osze-maschinengewehr-fuer-absturz-verantworttlich

  • Fortsetzung
    Der kanadische OSZE-Inspekteur Michael Bociurkiw: "Teile des Flugzeugrumpfes wiesen Merkmale von Maschinengewehr Einschüssen auf, sehr sehr starkes Maschinengewehr-Feuer, welches die dafür typischen Spuren hinterließ. .... Wir haben keine Spuren eines Raketeneinschusses gesehen"
    Dennoch versucht man wieder einmal auch in diesem Fall die Weltöffentlichkeit für dumm zu verkaufen und daran wird man weiterhin festhalten!

    Ja, eigentlich gehört der völkerrechtswidrige vom Westen gesponserte Staatsstreich, gegen einen demokratisch gewählten Staatspräsidenten, ebenfalls auf diese Liste der Großverbrechen, - denn es ist zumindest ein politisches Großverbrechen!

    Wer so handelt hat jedes Vertrauen von echten Demokraten auf ewig verloren, egal welchem politischen Spektrum er angehören mag. Diese Verletzung von humanen und demokratischen Grundsätzen ist nicht tolerabel, - niemals und zu keiner Zeit!!!

    Lukaschenko wird am Beispiel Poroschenko lernen wie man die Unterstützung des korrupten und korrumpierten Westens erhält und welcher “Spielregeln“ es bedarf um jede Schweinerei ungestraft durch führen zu können. Vehement gegen Putin und Russland im Allgemeinen zu hetzen, wäre schon mal ein guter Einstieg!

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