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Weiter kein Zeichen von entführter Deutscher Appelle für Osthoff-Freilassung verhallen ungehört

Auch mehr als zwei Wochen nach ihrer Verschleppung gibt es kein Lebenszeichen von Susanne Osthoff. Appelle der verschiedensten Seiten an die Entführer der 43-jährige Archäologin verhallten bislang ungehört. Aus dem Auswärtigen Amt hieß es am Sonntag, es gebe keine neuen Erkenntnisse. Aber man bemühe sich „Tag und Nacht“, sagte ein Sprecher.

HB BERLIN. Die seit Jahren in der humanitären Irak-Hilfe engagierte Osthoff war am 25. November bei einer Überlandfahrt von Bagdad nach Arbil im Nordirak verschleppt worden. Die Entführer fordern von der Bundesregierung, die Zusammenarbeit mit Irak einzustellen.

Die arabischen Botschafter in Deutschland verurteilten die Entführung Osthoffs und ihres Fahrers „aufs Schärfste“. Sie forderten die Entführer auf, beide sofort freizulassen, wie der Zentralrat der Muslime am Samstagabend in Eschweiler mitteilte. Der Vorsitzende der Organisation, Nadeem Elyas, habe die Lage nach der Entführung mit den Botschaftern des Iraks, Bahrains und der Arabischen Liga in Berlin erörtert.

In der Erklärung hieß es weiter, die Arbeit Osthoffs habe den Menschen im Irak gedient und sei in keiner Weise politisch geprägt gewesen. „Die Botschafter der arabischen Länder in Deutschland nehmen ausdrücklich Abstand von derartigen menschenentwürdigenden Handlungen.“ Aktionen wie von Susanne Osthoff ermöglichten es dem irakischen Volk, einen weniger leidvollen Alltag zu erleben.

Die arabischen Botschafter betonten, mit ihrer Arbeit habe Susanne Osthoff den Menschen des Irak gedient. „Bereits 1991 - während des Golfkrieges - hatte Frau Osthoff den Menschen des Irak geholfen, indem sie medizinische Einrichtungen mit Medikamenten versorgte und unermüdlich in Krankenhäusern vor Ort arbeitete.“ Schon die damalige Bundesregierung habe mit ihrer Haltung während des Golfkrieges gezeigt, dass ihr eine diplomatische Lösung weit reichender Konflikte wichtig sei. Auch die neue Regierung zeige, dass sie den selben Weg wähle.

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