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Weltgeschichten unserer Korrespondenten

Hudson Yards New Yorks Vessel ist wie geschaffen für Instagram – und wird von Anwälten verteidigt

New Yorks neue Touristenattraktion „Vessel“ ist für Instagram und Selfies wie geschaffen. Doch alle Bildrechte liegen beim Immobilienunternehmen.
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Hudosn Yards: New Yorks Vessel ist wie geschaffen für Instagram  Quelle: Reuters
Das „Vessel“

Die riesige begehbare Skulptur aus Treppen ist die neue Touristenattraktion im Westen Manhattans.

(Foto: Reuters)

New YorkDas „Vessel“ ist die neue Touristenattraktion im Westen Manhattans. Die riesige begehbare Skulptur aus Treppen ist wie geschaffen für die sozialen Medien. Im Hintergrund der Hudson und die neuen Hochhäuser der „Hudson Yards“. 

Der neue Gebäude-Komplex mit Büros, Luxuswohnungen und Shopping-Center liegt direkt an der New Yorker Highline, der ehemaligen Bahnstrecke, die heute als hoch gelegener Park Tausende Touristen anzieht und vom Whitney Museum an der 14. Straße bis zu den Hudson Yards an der 34. Straße reicht.

Doch wer glaubt, sein Selfie oder Instagram-Post bleibe privat, der hat sich geirrt. Die Immobilienentwickler der Hudson Yards haben sich die Rechte an den Fotos gesichert.

Auch wenn es vor Ort nirgends steht: Im Internet stehen die Nutzungsbedingungen, dort haben sich die Besitzer des Areals die Benutzung aller Fotos mit dem Vessel vorbehalten. Das heißt, wer Bilder von der Skulptur im Internet postet, der gibt „Hudson Yards“ die Rechte, diese ohne jede weitere Zustimmung oder Zahlung weiterzuverwenden. Sie dürfen die Bilder auch speichern und Dritten zukommen lassen.

Als der Gothamist diese Bedingungen öffentlich machte und das Internet aufbegehrte, bemühte sich Hudson Yards zwar um Schadensbegrenzung. So stellten die Immobilienentwickler klar, dass die Besucher weiterhin die Besitzer ihrer Aufnahmen sind. Aber sollten sie diese etwa auf Instagram teilen, dann hat „Hudson Yards“ weiterhin alle Rechte diese nach ihrem Willen zu benutzen.

Den meisten Besuchern dürfte das nicht bewusst und vielleicht auch egal sein. Aber ein guter Einstand war das nicht.

Insgesamt 25 Milliarden haben die Entwickler in das völlig neu geschaffene Viertel investiert. In den Büros in den Hudson Yards haben nicht nur SAP und die Modemarke Coach mit ihrer Mutter Tapestry ihren Sitz. Auch CNN hat dort gerade seine neuen Räumlichkeiten bezogen. Außerdem sollen Edel-Restaurants und teure Läden die Menschen anziehen.

Den Begriff „Mall“ verbietet sich das Unternehmen. Sie sprechen lieber von „The Shops“. Alles ist hier etwas edler.

Einige Mitarbeiter von Unternehmen in den Gebäuden beschweren sich bereits, dass sie in dem neuen Areal kaum einen Kaffee unter zehn Dollar bekommen. Eine von ihnen hat sich jüngst mir gegenüber beklagt: „Wir sitzen zwar jetzt in schicken Büros und haben tolle Restaurants in der Nähe, aber unserer Gehalt ist nicht erhöht worden“. Sie wird sich demnächst etwas mitbringen oder ein paar Blocks weiter laufen müssen, wo noch ein paar der typischen New Yorker Delis überlebt haben.

Für Instagram ist das natürlich nichts.

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