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Weltgeschichten unserer Korrespondenten

Weltgeschichte Brooklyn Navy Yard: Von Kriegsschiffen zu selbstfahrenden Autos

Autonome Autos gibt es nicht nur im Silicon Valley: Im Brooklyn Navy Yard wurden einst Kriegsschiffe gebaut, heute entwerfen hier Start-ups die Zukunft.
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Der Brooklyn Navy Yard ist ein historisches Stück New York. Hier wurden zwischen 1801 bis 1966 die Kriegsschiffe der US-Navy gebaut. Quelle: Bloomberg
Der Brooklyn Navy Yard

Der Brooklyn Navy Yard ist ein historisches Stück New York. Hier wurden zwischen 1801 bis 1966 die Kriegsschiffe der US-Navy gebaut.

(Foto: Bloomberg)

New York Geheimtipp für New-York-Touristen: Wer in New York die Fähre auf dem East River nimmt, kann sich von einem selbstfahrenden Shuttle durch das Gelände des Brooklyn Navy Yard chauffieren lassen. Das Start-up Optimus Ride bietet den Service ab der Fähr-Haltestelle „Navy Yard“ gratis an. Ein Fahrer sitzt zur Sicherheit auch hinterm Steuer.

Der Brooklyn Navy Yard ist ein historisches Stück New York. Hier wurden zwischen 1801 bis 1966 die Kriegsschiffe der US-Navy gebaut. Während des Zweiten Weltkriegs arbeiteten hier 70.000 Menschen. In Friedenszeiten immerhin 20.000. Doch seit dem Ende der 60er-Jahre lag das Gebiet im Nordwesten Brooklyns Jahrzehnte lang brach.

In Zeiten hoher Immobilienpreise und Quadratmeter-hungriger Start-ups hat vor ein paar Jahren die Stadt New York die alte Schiffswerft im heute angesagten Stadtteil Brooklyn wiederentdeckt. Mit 300 Hektar ist das Gelände halb so groß wie der Central Park. In den 70 Gebäuden haben sich mittlerweile mehr als 600 Unternehmen angesiedelt.

In einer alten Fertigungshalle hat Steiner Studios seinen Sitz, das mit seinen Elektrikern, Beleuchtern und Näherinnen Filme und TV-Shows für Netflix und HBO produziert. Auf dem Dach eines alten Lagergebäudes wachsen heute die Trauben des Wein-Start-ups Rooftop Reds. Nebenan entstehen Möbel und Metallrahmen. In den New Labs entwickeln Start-ups Künstliche Intelligenz oder – wie Optimus Ride – autonome Fahrzeuge.

Start-ups können hier etwa ein Drittel unter Marktpreis mieten und auf Mietverträge bauen, bei denen sich nicht nach einem Jahr die Kosten verdoppeln. „Wir wollen vor allem Start-ups aus dem verarbeitenden Gewerbe helfen, die zum Teil schwere Maschinen unterbringen müssen, aber dafür auch Mittelklasse-Jobs für die Nachbarschaft mitbringen“, erklärt der Vorstandsvorsitzende von Brooklyn Navy Yard, David Ehrenberg.

Damit die Jobs auch an Menschen aus der Gegend gehen, hat Brooklyn Navy Yard auch eine Arbeitsvermittlung angeschlossen und führt Schulungen und Praktika-Programme mit den lokalen High-Schools durch. „Es ist leicht, in New York hoch bezahlte High-Tech- oder Banker-Jobs zu bekommen. Aber für die normalen Familien aus der Nachbarschaft fehlt es hier an Angeboten“, erklärt Ehrenberg.

Noch ist vieles, was im Brooklyn Navy Yard geschieht, etwas verborgen vor der Öffentlichkeit. Auch wenn man mit dem Optimus-Ride-Shuttle durch das Gelände fährt, erschließt sich einem nicht alles, was hinter den Mauern passiert. Aber einen Besuch ist es wert. Der Shuttle lohnt sich auch schon heute. Die autonome Fahrt ist zwar noch etwas ruckelig, aber das Auto hält auch am Stopp-Schild und lässt alle anderen Fahrzeuge passieren. Und in ein paar Jahren soll es auch ein Robotermuseum und Gaststätten am Wasser geben: Sundowner statt Kriegsschiffe.

Mehr: E-Mail und WhatsApp waren gestern. Heute muss man für die Organisation des Lebens auf den Messenger-Apps Remind, Konstella und Trooptrack dabei sein. Leichter wird's damit nicht.

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