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Weltgeschichten unserer Korrespondenten

Weltgeschichte Die Brooklyn-Experience

Erwachsene Menschen lassen sich an der Sprühdose unterrichten, Kinder interpretieren die Spielregeln auf ihre Weise. Bei einer Party in New York ist alles etwas anders.
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Bei einer Party in Brooklyn war so ziemlich alles erlaubt.
Graffiti im Townhouse

Bei einer Party in Brooklyn war so ziemlich alles erlaubt.

New York Das Leben in New York ist anders. Das konnten wir jüngst wieder erleben: Am vergangenen Sonntag waren wir bei unseren netten Nachbarn zu einer Graffiti-Party. Die Familie renoviert nämlich ihr Townhouse in Brooklyn komplett und zieht dafür für ein paar Monate aus. Und was liegt da näher als einfach alle Freunde und Nachbarn einzuladen, die Wände zu beschmieren?

Pinsel, Farbe, Sprühdosen, Filzmaler – alles da, was das Herz begehrt. Ein Graffiti-Künstler, der aus seiner jugendlichen Rebellion einen Broterwerb gemacht hat, erklärt zu Beginn, wie man die Dose mit lockerem Handgelenk halten muss, damit ein gerader Strich oder ein Spezial-Effekt bei heraus kommt.

Die Kinder sind sofort an den Wänden. Doch auch die Erwachsenen lassen nach und nach, mit Mundschutz bewaffnet, ihre Hemmungen fallen. Und innerhalb weniger Stunden sind alle drei Etagen vollgesprüht, inklusive Vorhänge und Toilettensitze. Als die Dosen-bewaffneten Kinder über den Balkon zum Nachbarhaus klettern, hält sie nur der Schrei des Besitzers davon ab, dort weiterzumachen. Und auch die Außenfassade ist tabu. Schließlich kennt man im Post-Giuliano-New York noch immer gut die „Broken Windows“-Theorie: Wenn die erste Scheibe erst einmal eingeschlagen ist, ist dem Vandalismus der Weg geöffnet.

Müde gehen wir nach Hause und denken uns, dass wir so eine Erfahrung in einer anderen Stadt wohl kaum gemacht hätten. Und sicherlich nicht nach nur zwei Monaten vor Ort.

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