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Weltgeschichten unserer Korrespondenten

Weltgeschichte Wie Delta und United das Speisen im Flugzeug verbessern wollen

Das Essen im Flugzeug schmeckt wegen der besonderen Bedingungen an Bord anders. Für Köche und Sommeliers bedeutet das eine Umstellung – und viele Experimente.
17.02.2020 - 19:42 Uhr Kommentieren
Aufgrund der trockenen Luft in Flugzeugen schmeckt man süß und salzig um 30 Prozent weniger.
Speisen im Flugzeug

Aufgrund der trockenen Luft in Flugzeugen schmeckt man süß und salzig um 30 Prozent weniger.

New York Die Verpflegung an Bord von Flugzeugen ist nicht besonders beliebt. Das wissen wir alle. Doch es ist erstaunlich, wie viele Gedanken sich Köche machen, um das Essen über den Wolken zu verbessern. „Deutlich mehr Fett und jede Menge Würze“ – auf diese einfache Formel hat es Linton Hopkins, der Chefkoch von Delta Airlines, gebracht.

Ich habe die Zentrale von Delta in Atlanta besucht. Das Unternehmen stellte dort nicht nur seine neue Strategie, sondern am Rande auch sein neues Menü vor. Der Koch hat zuvor in berühmten Restaurants gearbeitet und entwirft heute das Menü für die Business- und die First Class. Dabei musste er komplett umdenken, erzählt er. Damit uns das Essen auch in 10.000 Meter Flughöhe schmeckt, braucht es Soßen, Käse oder Creme.

Und beim Wein? Auch da gibt es Tücken, wie ich bei einem Besuch bei United Airlines in Chicago erfahren habe. Als ich wissen wollte, warum der Master Sommelier Doug Frost keinen Riesling im Angebot hat, obwohl er ein großer Fan des deutschen Weins ist, erklärt Frost: „Da besteht die Gefahr, dass er oben in der Luft wie Limonade schmeckt.“ Deshalb hat er sich für kräftigere und auch süßere Weine entschieden.

Der Master Sommelier von United Airlines setzt auf kräftige und süßere Weine.
Doug Frost

Der Master Sommelier von United Airlines setzt auf kräftige und süßere Weine.

Aber warum funktionieren unsere Geschmacksknospen oben in der Luft so schlecht? Zum einen liegt es wohl an der trockenen Luft im Flieger. Weil unsere Nasengänge während eines Flugs mehr und mehr austrocknen, schmecken wir süß und salzig um 30 Prozent weniger. Ganz ähnlich wie bei einer Erkältung.

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    Zum anderen liegt es am niedrigeren Luftdruck an Bord. Dafür spricht auch eine Fraunhofer-Studie. Durch den geringeren Luftdruck wird die Sauerstoffsättigung im Blut verringert, und das wiederum macht unsere Riech- und Geschmacksrezeptoren weniger leistungsfähig.

    Auch deshalb bestellen wir in hohen Lüften so gerne Tomatensaft. Und deshalb serviert United in der Business-Class seinen Lobster mit gut gesalzener Cremesoße. Himmlisches Essen in der Economy-Class sieht dagegen eher Pasta mit Tomatensoße und traditionell stark gewürztes asiatisches Hühnchen vor. Wohl bekomm’s! Und den duftigen Riesling gibt es dann am Boden.

    Mehr: Die Lufthansa kocht nicht mehr selbst – und will Anteile an LSG Sky Chefs verkaufen.

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