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Weltgeschichten unserer Korrespondenten
PaidContent - FREE (Aufhebungsmarker)1000 Zimmer, 440 Büros und 30 Säle: Der Palast des früheren kommunistischen Diktators Ceausescu ist gigantisch. Über seine Nutzung wird noch gestritten.

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  • "700 Architekten und 20.000 Arbeiter schufteten auf dem Arsenal-Hügel unweit der historischen Altstadt der rumänischen Hauptstadt."

    Richtig ist vielmehr, dass ein Großteil der wunderschönen Bukarester Altstadt für den Größenwahn des roten Schlächters eingeebnet wurde.
    Es gibt dazu gute und schlechte Literatur. Ein absolutes Juwel ist jedoch der Reisebericht des US-Journalisten James Bovard nach Bukarest im November 1987:

    "Meine Kabine wurde viermal durchsucht, wobei jedes Team das vorige zu übertreffen versuchte. Die Matratzen der Liegen wurden durchgeschüttelt, und praktisch jeder Kubikzentimeter Raum wurde gründlich durchforstet.
    Dabei war ich doch nur ein Tourist auf dem Weg zum „Paris Osteuropas“, wie Bukarest sich in vorkommunistischen Zeiten gerne nannte. Zu meiner Zeit jedoch waren fast keine Touristen in dem Land, das damals eher „Äthiopien Europas“ genannt werden konnte. (...)
    Wenn ich eine neue Stadt besuche, spaziere ich gerne stundenlang herum, um ein Gefühl für sie zu bekommen. Ich fragte also den Concierge nach einer Straßenkarte von Bukarest. Ich dachte mir, er hätte vielleicht etwas wie einen Führer der größten Triumphe des Ceausescuismus im Umkreis um die Zentrale der kommunistischen Partei.
    Der Concierge verzog schon in der Mitte meines Satzes das Gesicht. Dieser grauhäutige, knopfäugige Mann war hier beschäftigt, weil er einen natürlichen Hass auf die Menschheit ausstrahlte.
    „Wofür brauchen Sie eine Karte?“
    „Ich möchte die Attraktionen der Stadt besichtigen.“
    „Wir haben keine Karten. Wenn Sie irgendwo hin möchten, fragen Sie mich, und ich sagen Ihnen, wie Sie dorthin kommen.“
    „Wo ist die Altstadt?“ Ich fragte ihn in dem Wissen, dass der größte Teil davon eingeebnet worden war, um den hässlichsten Monolithen des „sozialistischen Realismus“ jenseits von Pjöngjang Platz zu machen.
    Der Concierge machte ein finsteres Gesicht und murmelte irgendetwas – vermutlich ein rumänisches Schimpfwort für lästige Ausländer..."
    https://www.misesde.org/?p=17234