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Welthunger-Index Zahl der Hungernden geht zurück

Seit 1990 ist der Anteil der Hungernden an der Weltbevölkerung um knapp ein Viertel zurückgegangen. Zufrieden sind Experten mit dem Ergebnis allerdings nicht. Sie schieben den Schwarzen Peter den Investoren zu.
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Ein unterernährtes Kind wartet mit seiner Mutter im Krankenhaus von Dilla in Äthiopien. Quelle: dpa

Ein unterernährtes Kind wartet mit seiner Mutter im Krankenhaus von Dilla in Äthiopien.

(Foto: dpa)

BerlinDer Anteil der Hungernden an der Weltbevölkerung geht im langjährigen Vergleich zurück. Um 26 Prozent hat sich der sogenannte WHI-Wert des Welthunger-Index seit 1990 verringert, wie aus der am Donnerstag in Berlin veröffentlichten aktuellen Ausgabe des Berichtes hervorgeht.

Dennoch sei die Lage in 20 Ländern weltweit weiterhin „sehr ernst“ oder „gravierend«, sagte der Mitverfasser der Studie, Klaus von Grebmer. Es habe sich etwas bewegt - „aber wie wir heute wissen zu wenig und zu wenig rasch“.

Die Präsidentin der Welthungerhilfe, Bärbel Dieckmann, warf den europäischen Ländern und Unternehmen vor, Hunger mit zu verursachen: Investoren auch aus Europa kauften weltweit immer mehr Land auf, um Getreide für Biosprit oder die Fleischproduktion anzubauen, sagte sie. Problematisch sei vor allem, dass die Bevölkerung in den armen Ländern von der Produktion zu selten profitiere.

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  • dapd
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