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Weltkulturerbe in Istanbul Erdogan erfüllt sich mit Gebet in der Hagia Sophia einen „Jugendtraum“

Das Gebet in der nun zur Moschee umgewidmeten Museumskirche ist für den türkischen Präsidenten auch eine Art später Rache an politischen Gegnern.
26.07.2020 - 11:55 Uhr Kommentieren
Der türkische Präsident betete erstmals wieder in der Hagia Sophia. Quelle: AP
Recep Tayyip Erdogan

Der türkische Präsident betete erstmals wieder in der Hagia Sophia.

(Foto: AP)

Istanbul Manche träumen in der Jugend davon, Pilot zu werden, oder eine Weltreise zu unternehmen. Recep Tayyip Erdogan träumte, die Hagia Sophia in Istanbul zum Gebet zu betreten. Nun war es so weit. Nach neun Jahrzehnten lud ein Imam am Freitag erstmals wieder zum Gebet.

Vor zwei Wochen hatte das oberste Verwaltungsgericht den Status des ehemaligen Gotteshauses als Museum annulliert. Erdogan ordnete rasch die Nutzung als Moschee an. Er sprach von einem „Traum unserer Jugend“.

Mit der Aussage dürfte der 66-Jährige vor allem auf diejenigen abzielen, die ihm das Leben schwergemacht haben. Erdogan wuchs in einem armen Istanbuler Viertel auf. Der konservative Junge galt in den 1960er- und 1970er- Jahren als Bürger zweiter Klasse. 1994 wurde er Bürgermeister. Fünf Jahre später sperrten ihn die ultrasäkularen Eliten ein, für ein Zitat, das in türkischen Schulbüchern steht.

Seit 2003 führt Erdogan die Geschicke des Landes, seitdem rächt er sich mit allen Mitteln an seinen Feinden. Die Öffnung der Hagia Sophia ist eine Kampfansage an die, die ihm früher den Aufstieg verwehren wollten. Der Preis: ein Weltkulturerbe, das einst den Kampf der Kulturen erfolgreich unter sich begraben hatte.

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