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Weltraum Österreichischer Geophysiker wird neuer ESA-Chef

Josef Aschbacher soll Mitte Dezember an die Spitze der Europäischen Weltraumagentur berufen werden. Er folgt damit auf den Deutschen Jan Wörner.
28.11.2020 - 09:48 Uhr Kommentieren
Nach fast 40 Jahren kommt mal wieder ein Chef der europäischen Raumfahrtbehörde aus einem kleinen Mitgliedstaat. Quelle: Reuters
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Nach fast 40 Jahren kommt mal wieder ein Chef der europäischen Raumfahrtbehörde aus einem kleinen Mitgliedstaat.

(Foto: Reuters)

Berlin Europas Weltraumagentur ESA bekommt einen neuen Chef: Josef Aschbacher soll Jan Wörner im Amt des Generaldirektors nachfolgen. Darauf haben sich mehr als zwei Drittel der 22 ESA-Mitgliedstaaten in dieser Woche verständigt, wie ESA-Insider dem Handelsblatt bestätigten. Zuvor hatte die österreichische Nachrichtenagentur APA darüber berichtet.

Offiziell gewählt wird der österreichische Geophysiker während der Sitzung des ESA-Rates vom 16.–17. Dezember, bei der die schwedische ESA-Ratsvorsitzende Anna Rathsman Aschbacher als einzigen Kandidaten zur Abstimmung vorschlagen wird. Bei einem Hearing am vergangenen Dienstag habe er sich klar gegen die beiden letzten Mitbewerber aus Spanien und Norwegen durchgesetzt.

Der 58-Jährige ist bereits seit 2016 bei der ESA Direktor für Erdbeobachtung. Der Bereich Erdbeobachtung verfügt über das höchste Teilbudget der Raumfahrtagentur.

Aschbacher hat an der Universität Innsbruck Meteorologie und Geophysik studiert. Nach seiner Dissertation verbrachte er ab 1989 sein gesamtes Berufsleben bei der ESA, deren Interessen er Anfang der 1990er-Jahre auch in Südostasien vertrat, während er am Asian Institute of Technology in Bangkok Erdbeobachtungsmethoden lehrte. Er koordinierte und leitete nach der Jahrtausendwende dann das europäische Erdbeobachtungssatelliten-Programm Copernicus.

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    Innerhalb der ESA steht Aschbacher für diejenigen, die zusätzlich zu den öffentlichen Programmen auf kommerzielle Anbieter setzen, die nach Anschubfinanzierungen dann marktfähige Produkte entwickeln. Das ist auch das erklärte Ziel der deutschen Raumfahrtpolitik.

    Nach fast 40 Jahren wird nun erstmals wieder ein ESA-Chef aus einem kleinen Land kommen. Zuvor kamen die ESA-Chefs aus den großen Mitgliedstaaten Frankreich, Italien, Großbritannien und zuletzt – mit Jan Wörner – aus Deutschland.

    Mehr: Europa ist im Weltraum bisher zu zögerlich


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