Weltweite Massenimpfungen: Die Zweifel am chinesischen Corona-Impfstoff wachsen
Die Türkei hat dem Mittel des chinesischen Pharmakonzerns eine Notfallzulassung erteilt.
Foto: APSao Paulo, Istanbul, Peking, Bangkok. Neun Sekunden lang steckt die Nadel der Impfspritze im Oberarm von Indonesiens Präsident Joko Widodo. Für diesen Moment, der am Mittwoch den Start der Coronavirus-Impfkampagne in dem südostasiatischen Inselstaat einleitete, unterbrachen indonesische Fernsehsender sogar ihr laufendes Programm.
„Es tut gar nicht weh“, sagte der Präsident lächelnd. Ein Mitarbeiter hielt demonstrativ die Verpackung mit dem Logo des chinesischen Impfstoffherstellers Sinovac in die Kamera, der zu Indonesiens Hauptlieferanten zählt. Die Hauptbotschaft stand hinter Widodo auf einem Banner in Großbuchstaben: „Sicher und halal“, lautet das Versprechen.
In der Türkei bot sich am selben Tag ein ähnliches Bild. Als erster Bürger des Landes wurde der türkische Gesundheitsminister Fahrettin Koca mit dem in China entwickelten Vakzin CoronaVac geimpft. Live übertragen im türkischen Fernsehen. Vorangegangen war ein 14-tägiger Sicherheitstest durch türkische Behörden. „Ich habe immer gesagt, es gibt ein Licht am Ende des Tunnels“, erklärte Koca nach der Impfung.
Der chinesischen Regierung und der Führung der Kommunistischen Partei Chinas (KP) sind solche Szenen sehr willkommen. China versucht, mit den von chinesischen Firmen entwickelten Vakzinen international zu punkten.