Weniger Umweltschutz, mehr Kohle Protest gegen Trumps Angriff auf den Klimaschutz

Scheinbar unbeeindruckt von seinen politischen Niederlagen arbeitet Donald Trump den Plan zum Umbau Amerikas ab. Nun steht die Schwächung des Umweltschutzes auf dem Zettel. Doch der Widerstand organisiert sich schnell.
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Viele Amerikaner sind aufgebracht wegen der Aufweichung der Obergrenzen für Luftverschmutzung. Doch Trump hat noch mächtigere Gegner. Quelle: AP
Widerstand – doch nicht nur bei Demos

Viele Amerikaner sind aufgebracht wegen der Aufweichung der Obergrenzen für Luftverschmutzung. Doch Trump hat noch mächtigere Gegner.

(Foto: AP)

San FranciscoEs soll Donald Trumps Befreiungsschlag werden, und als Bühne für die Aushebelung der Klimaschutz-Initiativen hatte sich der 45. Präsident der USA nicht weniger als das Hauptquartier der Umweltbehörde EPA ausgesucht. Umringt von Kumpels und Kohleunternehmern unterzeichnete er die Order für „Energieunabhängigkeit und wirtschaftliches Wachstum“.

Er wolle den „Krieg gegen die Kohle“ beenden, so Trump und Amerika unabhängig von Energieimporten machen. Massivster Punkt ist die Abschaffung des „Clean Power Plan“ der Behörde EPA, der die Bundesstaaten anweist, Obergrenzen bei der Luftverschmutzung durch Kraftwerke einzuhalten. So plante Barack Obama die CO2-Ziele des Pariser Umweltschutzabkommens zu erreichen. Der Ausstoß von Treibhausgasen durch Kraftwerke sollte 2030 rund 30 Prozent unter den Werten von 2005 liegen. Doch das ist schwer zu schaffen für die Bundesstaaten, die auf Kohlekraftwerke setzen und die Trump gewählt haben, weil er im Wahlkampf viele neue Jobs in der Kohleindustrie versprochen hat.

Nach Wochen der Misserfolge, einer an der eigenen Partei gescheiterten Gesundheitsreform und nicht endend wollender Gerüchte um seine Verbindungen zu Russland ging Trump am Dienstag wieder in die Offensive. Doch nur Stunden später war klar, dass auch dieser Vorstoß wieder massiven Widerstand überwinden muss. Eric Schneiderman, Generalstaatsanwalt des Bundesstaates New York führt eine Koalition aus 23 Bundesstaaten und Regionalbehörden an, die die Präsidentenorder vor Gericht anfechten werden. Darunter sind Bundestaaten wie Kalifornien, Massachusetts und Virginia und Städte wie Chicago, Philadelphia und Boulder in Colorado.

Schneiderman ist Donald Trumps schlimmster Alptraum. Was auch immer der Präsident anordnet, der Generalstaatsanwalt organisiert den Widerstand. Als Trump drastische Kürzungen beim Budget des Umweltministeriums EPA verkündete, machte Schneiderman den New Yorker Bürgern klar, dass damit auch zahlreiche Umweltschutzprojekte direkt vor ihrer Haustür sterben würden und er dagegen klagen werde.

Am Montag unterzeichnete Trump eine wenig bekannte Executive-Order, die Regelungen von Barack Obama zum Arbeitsschutz aufhebt. Unternehmen, die ihre Mitarbeiter um Lohn betrogen oder ihnen zustehende Rechte missachtet haben, waren von öffentlichen Aufträgen ausgeschlossen. Jetzt dürfen sie wieder beschäftigt werden. Schneiderman griff deshalb den Präsidenten offen an: „Trump sagt, er kämpft für die Arbeiter und dann unterzeichnet er ein Gesetz, damit Unternehmen, die wiederholt ihre Mitarbeiter bestohlen haben, wieder staatliche Aufträge bekommen. Seine Taten sprechen mal wieder lauter als seine Worte.“

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7 Kommentare zu "Weniger Umweltschutz, mehr Kohle: Protest gegen Trumps Angriff auf den Klimaschutz"

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  • Das Sache neigt sich dem Ende zu, somit brauchen die Öko-Faschisten ein neues Thema. Luftanhalten für das Wetter war jedenfalls eine gute Idee.

  • "Protest gegen Trumps Angriff auf den Klimaschutz"

    Richtig so, liebe US-Bürger.

    Eine Alternative dazu gibt es gar nicht, weder für die USA noch für sonst irgendein Land auf der Erde.

    Also, lasst bloß nicht locker. Die allermeisten Menschen wünschen Euch dabei nicht nur viel Glück und Besonnenheit, sondern vor allem auch viel Erfolg!!!

  • Frau Petra Perry, vielleicht bringen Sie in Erfahrung , ob solch ein Amtenthebungsverfahren auch für Merkel und Co zutreffen würde, wir sollten uns doch alle freuen, könnten wir von den USA lernen.

  • Hallo Fr. Perry, es ist erfrischend zu meinen dass ein gewählter Politiker des Amtes enthoben werden muss weil er Ihre Ideologie/(Öko?)religion nicht teilt.

    Abseits der Küstenstaaten unterscheiden sich die US Amerikaner bezüglich Ideologie und Religion erheblich vom Deutschen. Viele Amerikaner fahren lieber mit dem V8 Ford L zu einer christlichen Kirche als mit einem Kleinwagen zur nächsten Windmühle um dort zu beten. Auch der Sozialismus findet in den USA wesentlich weniger Anhänger.

    Möchten Sie den Amerikanern ihren Glauben/Ideologie aufzwingen?
    Sollen alle Mitmenschen die Ihren Glauben/Ideologie nicht teilen von Wahlen ausgeschlossen werden?

  • Au Backe, die Grünen verschwinden jeden Tag ein bisschen mehr und ich finde das einfach großartig....

    :)

  • Vielleicht nicht allgemein bekannt, aber es gibt auch neben dem Amtsenthebungsverfahren eine Möglichkeit den US Präsidenten abzusetzen:
    https://youtu.be/0NEFGI8rHzQ

    Ja, auch ganz interessant zu wissen, wie das Amtenthebungsverfahren abläuft...

  • Erfrischend ist das der Autor von "politischen Niederlagen" des Präsidenten Trump spricht. Ich nehme an, dass der Autor seine Wünsche, seine Ideologie und sein Weltbild auf die Wirklichkeit überträgt.

    Ich habe den Eindruck, dass Trump sehr viele seiner Wahlversprechen angegangen ist und das reale Maximum im Sinne seiner Ziele erreicht hat. Beispielsweise wurden, soweit mir bekannt wurden unter Trump bereits erste Erfolge bei der illegalen Einwanderung errungen, s. Bericht vom Mangel an Erntehelfern. Das der Mann die USA nicht in 100 Tagen verändern kann, hat wohl kaum einer erwartet.

    Die Abschaffung des "Klimawandels" und der "Erneuerbaren Energien" ist ähnlich wie die Aufhebung von Baustopps für 2 Pipelines ein No Brainer. Es sind sinnlose, destruktive Anordnungen seines auf Abwegen wandelnden Vorgängers. Ohne Nachteile und Kosten wird Mehrwert für die Gesellschaft geschaffen.

    Der "Klimawandel" (Climate Hoax) wurde meines Wissens in den 80er Jahren von einer kleinen Wissenschaftlergruppe ersonnen, nachdem die zuvor vorhergesagte Eiszeit nicht kommen wollte. Gem. Informationen aus alternativen Medien haben sich Ende der 80er Jahre Greenpeace, WWF und FoE diesem angenommen und ihre Kommunikationsmaschinen angeworfen.

    Wenn man diesen Organisationen mit Milliardenumsätzen einen Hauptertragsbringer nimmt, erstaunt es nicht dass diese sich mit all ihren kommunikativen und sonstigen netten Methoden wehren.

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