Wertverfall Syrien reagiert auf Währungsabsturz

Das syrische Pfund hat seit Beginn des Bürgerkriegs mehr als die Hälfte seines Wertes eingebüßt. Um diesen Wertverfall zu stoppen, hat Zentralbankchef Adib Majaleh verkündet einen Teil der Devisenreserven auszugeben.
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Das syrische Pfund hat seit 2011 mehr als die Hälfte seines Wertes eingebüßt. Schuld hat der Bürgerkrieg. Quelle: obs

Das syrische Pfund hat seit 2011 mehr als die Hälfte seines Wertes eingebüßt. Schuld hat der Bürgerkrieg.

(Foto: obs)

BeirutSyrien will den dramatischen Wertverfall seiner Währung durch den Bürgerkrieg stoppen. Zentralbankchef Adib Majaleh verkündete am Donnerstag, hierzu in der kommenden Woche syrische Pfund zu kaufen - dabei muss er einen Teil der vermutlich bereits stark geschrumpften Devisenreserven des Landes ausgeben. Das syrische Pfund hat seit Beginn des Aufstands gegen die Regierung im Jahr 2011 bereits mehr als die Hälfte seines Wertes eingebüßt.

Zuletzt waren am Finanzmarkt wegen der offenbar knappen Devisenreserven Syriens Zweifel an der Fähigkeit des Landes aufgekommen, das Pfund durch Devisenverkäufe an Banken zu stützen. Die Regierung ist in der Vergangenheit bereits mehrfach eingesprungen, um die Währung zu stützen. Experten gehen davon aus, dass sich die Devisenreserven von 17 Milliarden Dollar zu Beginn des Aufstands auf nunmehr rund vier Milliarden Dollar verringert haben. Das würde heißen, dass das Land seine Währung nicht unbegrenzt stützen kann.

Ein weiterer Wertverfall des Pfundes dürfte die Inflation in Syrien weiter anheizen. Die Preise für Lebensmittel und Benzin sind in dem kriegsgebeutelten Land bereits kräftig gestiegen. Nach Schätzung der Vereinten Nationen (UN) wurden bislang 70.000 Menschen in dem Konflikt getötet.

  • rtr
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4 Kommentare zu "Wertverfall: Syrien reagiert auf Währungsabsturz"

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  • Sie haben es treffend erkannt und wiedergegeben. Mich ärgert es jedoch immer, daß die Variante "Exil mit Millionen" häufiger funktioniert.

  • Wenn der Bericht stimmt, so sind das gute Nachrichten: Assads Regime stützt sich nur noch darauf, dass es seine Söldner, Folterknechte und Gestapo bezahlen kann.
    Geht ihm das Geld aus, werden die Ratten das sinkend Schiff verlassen und Assad endet kurze Zeit später, wie Diktatoren eben so enden: entweder mit einigen geraubten Millionen im Exil oder seitens der Revolutionäre exekutiert..

  • ..entsprechendes gilt auch für Nordkorea!

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte verwenden Sie keine Zitate ohne Quellenangabe.

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